Titelaufnahme

Titel
Abriss der Österreichischen Restitutionspolitik / vorgelegt von Elisabeth Kampfhofer
Verfasser/ VerfasserinKampfhofer, Elisabeth
Begutachter / BegutachterinStolz, Armin-Bernhard
Erschienen2012
Umfang81 Bl.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Restitution <Kulturpolitik> / Österreich / Restitution <Kulturpolitik> / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-41525 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit ist der Versuch, eine Übersicht über die historischen Geschehnisse von 1938 bis 1945 und die darauf folgende Restitutionsgesetzgebung zu geben. Die Rassengesetze und Verordnungen des Dritten Reiches sowie die Mechanismen des systematischen Vermögensentzugs bis 1945, insbesondere die Vermögensanmeldung von 1938 und die Gründung der Verwertungsstelle für Jüdisches Umzugsgut der Geheimen Staatspolizei (Vugesta) sowie die missbräuchliche Anwendung des Denkmalschutzgesetzes sollen dabei genauso Beachtung finden wie die Rolle des Auktionshauses Dorotheum. Ebenfalls im ersten Abschnitt der Arbeit wird der Frage nachgegangen, warum Kunst im nationalsozialistischen Reich eine so bedeutende Stellung einnahm.Der zweite Teil der Arbeit setzt sich mit der ersten Phase der Restitution auseinander, beginnend mit dem Nichtigkeitsgesetz, den Rückstellungsgesetzen über den Staatsvertrag von Wien und dem Auffangorganisationengesetz bis hin zu den Kunst- und Kulturbereinigungsgesetzen und dem kläglichen Versuch der Republik Österreich, mit der Mauerbach-Auktion endlich einen Schlussstrich unter die Raubkunst-Thematik zu setzen. Einen besonderen Stellenwert nimmt das Kunstrückgabegesetz ein. Es wird auf die Anlassmomente, die die österreichische Regierung zur Erlassung dieses Gesetzes gedrängt haben, eingegangen. Darüber hinaus erörtere ich die Vorteile des Kunstrückgabegesetzes gegenüber der bis zu diesem Zeitpunkt gängigen Restitutionspolitik, aber auch die Schwachstellen dieses Gesetzes.Der letzte Teil hat die Leopold Museum-Privatstiftung zum Gegenstand. Neben Rudolf Leopold und seiner Sammlung behandle ich die Konstruktion der Leopold Museum-Privatstiftung - und damit auch den Grund, warum dieses Museum bislang nicht gesetzlich zur Restitution verpflichtet war. Nichtsdestotrotz verpflichtet sich das Leopold Museum selbst, zu einer "fairen und gerechten Lösung" zu finden. Wie diese Lösung in der Praxis aussieht wird in diesem Teil ebenso beleuchtet.

Zusammenfassung (Englisch)

The purpose of this master's thesis is to give a review of significant historical events in Austria from 1938 till 1945 (e.g racial laws of the Third Empire, systematic art looting by Nazi organizations like SS, SA, Vugesta,..), which leads to the entailment of several art restitution laws after WW II like "Rückstellungsgesetze", the "Auffangorganisationsgesetz" or the "Kunstrückgabegesetz" and its amendment in 2009. This master's thesis includes the "Causa Mauerbach" and the so called heirless property and discusses as well the current restitution practices in Austria. The last part expatiates the Leopold Museum's exposure to art restitution.