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Title
Die Schuldenmechanik in der Eurozone - Europas Weg in die Krise / Zechner Sebastian
AuthorZechner, Sebastian
CensorFarmer Karl
Published2012
DescriptionIII, 79 Bl. : 2 Zsfassungen
Institutional NoteGraz, Univ., Masterarb., 2012
Annotation
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
LanguageGerman
Document typeMaster Thesis
Keywords (GND)Europäische Union / Schuldenkrise / Europäische Union / Schuldenkrise / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-41296 Persistent Identifier (URN)
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Die Schuldenmechanik in der Eurozone - Europas Weg in die Krise [0.44 mb]
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Abstract (German)

Währungs-, Finanz- und Wirtschaftskrisen sind ein immer wiederkehrendes Phänomen, welches die Weltwirtschaft seit Jahrhunderten begleitet. Die aktuelle Schuldenkrise in Europa stellt das jüngste Kapitel in dieser weit zurück reichenden Entwicklung dar. Die Ursachen für die Krise liegen in den außenwirtschaftlichen Fehlentwicklungen innerhalb der Eurozone. Mit dem Ausbruch der Finanzkrise und dem dadurch entstandenen Rückgang der privaten Kapitalströme in die GIPS-Länder ist es diesen Staaten unmöglich geworden, ihre Leistungsbilanzdefizite zu finanzieren. Seither liegt es an der EZB, den Ländern liquide Mittel zur Verfügung zu stellen und somit eine Insolvenz zu verhindern. Die Interventionen der EZB bleiben jedoch insofern wirkungslos, als dass der durch die Ausweitung der Geldmenge gewünschte inflationäre Effekt von den stabilitätsorientierten Ländern mittels monetärer Sterilisierung unterbunden wird und die Eurozone somit über keinen funktionierenden Krisenmechanismus verfügt. Die modellhafte Darstellung der Bildung einer Währungsunion zeigt, dass es zu Wohlfahrtsgewinnen in beide Staaten kommen kann. Unterstellt man auf Seiten der GIPS-Staaten eine politische Tendenz zu fiskalem ?Free-riding?, so birgt dies die Gefahr der Entstehung einer Schuldenkrise. Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Schuldenkrise sind vielfältig. Sie reichen von der Bildung kurzfristiger finanzieller Rettungsschirme über die Einführung spezieller Ersatzanleihen bis hin zu langfristigen institutionellen Reformen seitens der EU und des Bankensystems. Ziel der Arbeit ist die detaillierte Darstellung der Entstehung der Schuldenkrise in der Eurozone sowie möglicher Maßnahmen zur Bekämpfung der Krise.

Abstract (English)

Throughout centuries, the emergence of currency, financial and economic crises is a recurring phenomenon. The current debt crisis in Europe is the newest addition to this extensive development. The crisis was caused by the misguided developments in foreign trade throughout the euro area. Because of the aftermath of the international financial crisis the troubled countries within the euro area were no longer able to access international financial markets and therefore could not afford to finance their current account deficits. The ECB had to step in to rescue these countries from insolvency. But interventions failed, since the desired inflationary effect on the monetary basis was offset by the effects of monetary sterilization by the more stability orientated countries within the area. As a result, the mechanism reversing the developments in foreign trade was not set into motion. The analytical presentation of the buildup of a monetary union of two differing countries shows, that the existence of an integrated capital market yields welfare gains to both of the countries. However, if, by assumption, the heavily indebted country chooses to engage in fiscal free riding then there is a good chance that the buildup of the monetary union will ultimately result in a debt crisis. The measures and actions to end the current debt crisis are versatile. They include massive short term financial support, the implementation of replacement bonds and institutional reforms regarding the European Union and the European banking system. This master?s thesis focuses on the causes of the debt crisis in the euro Area as well as possible measures to end the crisis.