Titelaufnahme

Titel
Mit dem Kopf und dem Herzen gehört werden ; Dolmetschen im Neustart Tatausgleich : eine empirische Studie zur gegenwärtigen Situation im Handlungsfeld / vorgelegt von Tatjana Maria Demšar
Verfasser/ VerfasserinDemšar, Tatjana Maria
Begutachter / BegutachterinGrbic Nadja
Erschienen2012
Umfang240 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Neustart, Verein für Bewährungs- und Kredithilfe für Strafentlassene / Kommunaldolmetschen / Mediation / Neustart, Verein für Bewährungs- und Kredithilfe für Strafentlassene / Kommunaldolmetschen / Mediation / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-41213 Persistent Identifier (URN)
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Mit dem Kopf und dem Herzen gehört werden ; Dolmetschen im Neustart Tatausgleich [1.48 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Dolmetschen im NEUSTART Tatausgleich. Im Tatausgleich, der nach Zuweisung von Gerichten oder Staatsanwaltschaft vom Verein NEUSTART durchgeführt wird und ein gerichtliches Strafverfahren ersetzt, soll eine mittels Mediation angestrebte materielle wie emotionale Schadenswiedergutmachung zwischen Konfliktparteien erzielt werden. Sind fremdsprachige KlientInnen beteiligt, werden seit geraumer Zeit auch DolmetscherInnen zu den sogenannten Konfliktregelungen hinzugezogen. Die Existenz des Handlungsfeldes Tatausgleich wurde von der Translationswissenschaft bislang jedoch offenbar weitgehend ignoriert. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es deshalb, die gegenwärtige Situation im Handlungsfeld zu erheben und auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse eine Verortung innerhalb der Dolmetschwissenschaft vorzunehmen. Aufgrund der Annahme, dass der Tatausgleich dem Community Interpreting oder dem Gerichtsdolmetschen zuzuordnen ist, werden im theoretischen Teil zunächst genannte Dolmetschbereiche präsentiert. Auch der Vorstellung des Vereins NEUSTART, des Tatausgleichs per se und seiner gesetzlichen Grundlagen wird ausreichend Platz eingeräumt. Die theoretischen Vorüberlegungen bilden den Ausgangspunkt für die vorliegende empirische Untersuchung, mit der ?translatorisches Neuland? betreten wird. ExpertInnen-Interviews mit jeweils sechs DolmetscherInnen und KonfliktreglerInnen sollen erste (qualitative) Daten über das bislang unerforschte Setting liefern. Die Forschungsergebnisse bringen Erkenntnisse zu den Merkmalen des Handlungsfeldes, zur Dolmetschsituation, zum Handlungs- und Kooperationsgefüge und zur Beziehung zwischen DolmetscherInnen und KonfliktreglerInnen (und KlientInnen) sowie zu den Wahrnehmungen, Emotionen und Wünschen der befragten Personen.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with interpreting in the context of mediation in penal matters (Tatausgleich, in short TA). Mediation in penal matters is a service of NEUSTART, the (Austrian) Association for probation services and social work. The objective of a TA, which is initiated on behalf of the Public Prosecutor or the Courts and replaces criminal proceedings in court, is to reach conciliation between the victim and the defendant through neutral mediation. The parties involved are given the opportunity to discuss relevant issues which usually comprise questions of compensation and their future relationship. If one of the participating parties does not know any German, interpreters are to be provided during the mediation. The existence of this field has, however, been ignored widely by translation and interpreting studies to date. The aim of this thesis is therefore to gather first data on the current situation in the field and to use this information to locate the TA within the broad area of interpreting studies. Based on the assumption that the TA is either part of Community Interpreting or of Court Interpreting, these two interpreting types will be analysed first. In the further course of the thesis, the association NEUSTART, the Tatausgleich itself and its legal regulations will be discussed. These theoretical considerations form the starting point for the present study which will enter uncharted territory by collecting qualitative data through interviews with six interpreters and NEUSTART mediators. The results of the research will provide information on the characteristics of the field, the interpreting situation, the cooperation and relationship between interpreters and mediators (and parties) as well as on the thoughts, feelings and perceptions of the people interrogated.