Titelaufnahme

Titel
Hyperbolische Diskontierung und private Altersvorsorge / Peter Ivankovics
Verfasser/ VerfasserinIvankovics, Peter
Begutachter / BegutachterinSturn Richard
Erschienen2012
Umfang64 Bl. : 2 Zsfassungen
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Private Altersversorgung / Österreich / Private Altersversorgung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-40951 Persistent Identifier (URN)
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Hyperbolische Diskontierung und private Altersvorsorge [0.48 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Menschen verhalten sich in vielerlei Hinsicht anders als von der standardökonomischen Theorie vorhergesagt. Ein in der Verhaltensforschung gut belegtes Phänomen, welches systematisches Abweichen im Verhalten von Individuen von der standardökonomischen Theorie beschreibt, ist jenes der hyperbolischen Diskontierung. Diese Arbeit betrachtet die Auswirkungen dieses Phänomens auf private Altersvorsorge. Im ersten Teil der Arbeit wird die standardökonomische Theorie für Allokationsentscheidungen zwischen mehreren Zeitpunkten (intertemporal choice) dargestellt. Dabei wird besonderes Augenmerk auf das Discounted Utility Modell gelegt. Es werden Überlegungen zum normativen Anspruch des Modells angestellt und die Ergebnisse empirischer Untersuchungen zur Beurteilung der deskriptiven Gültigkeit des Modells angeführt. Die angeführten Studien belegen, dass die beobachteten Diskontierungsverläufe sehr häufig hyperbolisch sind und dem Discounted Utility Modell somit kaum beschreibende Qualität zugesprochen werden kann. In Folge werden hyperbolische Diskontierungsverläufe auf ihren normativen Anspruch hin untersucht. Dabei wird festgestellt, dass gegeben die Möglichkeit zur Selbstbindung kein Grund dazu besteht, hyperbolischen Diskontierungsverläufen normative Gültigkeit abzusprechen. Abschließend werden die Ergebnisse auf den Politikbereich private Altersvorsorge übertragen. Unter Berücksichtigung verhaltensökonomischer Erkenntnisse werden mögliche regulatorische Antworten auf das Phänomen beleuchtet. Es kann gezeigt werden, dass ein paternalistischer Eingriff nur für naive Akteure notwendig ist, für die im bestehenden Pensionssystem Österreichs aber bereits ausreichend Vorsorge getroffen wird.

Zusammenfassung (Englisch)

People behave differently from what is predicted by standard economic theory. Hyperbolic discounting is a well-established occurrence in behavioural science. It describes systematic deviations in the behaviour of individuals from standard economic theory. This paper analyses the implications of this phenomenon for private pension plans. In the first part of the paper the standard economic theory of allocation between multiple points in time (intertemporal choice) is discussed. Special emphasis is placed on the discounted utility model. Considering the results of empirical studies, the normative validity of the model is assessed. The consulted studies show that the observed discounting patterns are typically hyperbolic, thus challenging the descriptive validity of the discounted utility model. In the next step the normative quality of hyperbolic discount functions is being analysed. Given the opportunity for self-restricting ones future behaviour, there seems to be no reason to deny hyperbolic discounting patterns normative validity. The results of the analysis are then applied to private sector pension plans. Taking into account behavioural findings, possible regulatory responses to the phenomenon are examined. It can be shown that a paternalistic intervention is necessary only for naive agents, for whom adequate measures are already taken in the existing pension system in Austria.