Titelaufnahme

Titel
Entwicklung der Ehescheidung - vom Römischen Recht zum geltenden Recht / eingereicht von Katrin Keldorfer
Verfasser/ VerfasserinKeldorfer, Katrin
Begutachter / BegutachterinWesener Gunter
Erschienen2012
Umfang100 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Ehescheidung / Recht / Geschichte / Österreich / Ehescheidung / Recht / Geschichte / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-40883 Persistent Identifier (URN)
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Entwicklung der Ehescheidung - vom Römischen Recht zum geltenden Recht [0.41 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung der Ehescheidung, vom Römischen Recht bis zum geltenden Recht. Einleitend wird die Familienstruktur im Römischen Recht näher erörtert. Es folgt eine Darstellung der einzelnen Möglichkeiten, eine römische Ehe eingehen und auflösen zu können. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es sich bei der römischen Ehe und Ehescheidung, um ein soziales Faktum und um kein Rechtsverhältnis handelte. Es folgt eine Betrachtung der Ehescheidung in der Zeit der Nachklassik bis hin zur Zeit des Justinian. Es lässt sich erkennen, dass die Ehe in der nachklassischen und justinianischen Zeit stärker verrechtlicht wurde und vom christlichen Einfluss geprägt war. Im Weiteren wird in dieser Arbeit auf das kanonische Recht eingegangen. Dieses ist vom Grundsatz der Unauflöslichkeit der Ehe geprägt. Nach Betrachtung des kanonischen Rechtes wird schlussendlich der Weg der heutigen Ehegesetzgebung dargestellt. Die staatliche Ehegesetzgebung nahm im 18. Jahrhundert ihren Lauf. Bis zur dieser Zeit hatte die katholische Kirche allein die Kompetenz in eherechtlichen Angelegenheiten. Das am 1. Juni 1783 erlassene Ehepatent war durch den Grundsatz der Unauflöslichkeit der Ehe geprägt. Dieses Prinzip galt ausnahmslos für alle katholischen Ehen. Das ABGB 1811 hat die Prinzipien des Ehepatents von 1783 übernommen. Auf Grund der verschiedenen Konfessionen besteht im ABGB von 1811 eine mehrfache Gliederung des Eherechts. Mit der Einführung des Ehegesetzes 1938 bekam Österreich ein modernes Scheidungsrecht. Auf konfessionelle Unterschiede wurde keine Rücksicht mehr genommen. Im Jahr 1978 kam es zu einer maßgeblichen Änderung des Scheidungsrechts. Es kam zu einer Erweiterung des Zerrüttungsprinzips. Mit dem Eherechtsänderungsgesetz 1999 kam es zu einer grundlegenden Reform im Bereich des Familienrechts. Das Verschuldensprinzip wurde weitestgehend ausgegliedert.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with the development of the divorce law, starting from the Roman law to our current law. At the beginning, the family structure in the Roman law will be discussed in more detail, followed by an account of the different ways of entering or dissolving a marriage. Summing up it can be said that Roman marriage and divorce considered to be a social fact, not a legal relationship. The development of the divorce law from post-Classicism until the Justinian age will furthermore be examined, where it can be seen that marriage became more legalized in that time. Moreover, the canonical law will be explained in more detail, which is characterised by an indissolubility of marriage. After having explained the canonical law, the development of our current marriage legislation will be discussed, starting from the 18th century when the Catholic Church possessed the exclusive rights concerning matrimonial matters. The Patent on Marriage, issued in June 1783, was marked by the principle of the indissolubility of marriage. This principle was applied without exception to all Catholic marriages. The ABGB 1811 adopted the principles of the marriage patent of 1783 and because of various confessions the marriage law displays a multiple structure. With the introduction of the marriage law in 1938 Austria got a modern marriage law regardless of different confessions. This divorce law, however, faced a significant change in 1978 as it was expanded by the principle of irretrievable breakup. The amendment of the marriage law in 1999 brought a fundamental reform in family law: The principle of fault was excluded.