Titelaufnahme

Titel
Structural and AMS investigations in rocks of the Austroalpine units in the Nock Mountains / Christina Gruber
Verfasser/ VerfasserinGruber, Christina
Begutachter / BegutachterinFritz Harald
Erschienen2012
Umfang129 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 Kt.-Beil. ; Ill., graph. Darst. Kt.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Nockgebiet / Kristallin / Strukturgeologie / Nockgebiet / Kristallin / Strukturgeologie / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-40740 Persistent Identifier (URN)
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Structural and AMS investigations in rocks of the Austroalpine units in the Nock Mountains [32.38 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Kontakt zwischen dem Bundschuh Kristallin (Basement) und dem Stangalm Mesozoikum (Cover) des MOA rund um den Ochsenstand (Nockberge, Kärnten) wurde auf seinen sedimentären Ursprung und seine tektonische Überprägung hin untersucht. Ein sedimentärer Kontakt zwischen den beiden Einheiten ist durch die lithologische Abfolge belegt. Die aktuelle Grenze ist allerdings tektonisch Überprägt und stellt eine bedeutende Ost-Abschiebung dar. Das ca. 1000m weiter östlich gelegene oberostalpine Stockwerk (Pfannockschuppe) wurde ebenfalls einer genaueren Betrachtung unterzogen und schließlich in seiner Fazies, seiner Lithologie und seiner Deformationsgeschichte vom Ersteren unterschieden. Dabei wurden nicht nur grundlegende Heterogenitäten im Mineralbestand, sondern auch Differenzen bezüglich der Anordnung der magnetischen Minerale gefunden.Primär gerundete Quarzkörner wurden sekundär durch allgemeine Scherung, sowie Drucklösungsvorgänge verändert, was in weiterer Folge zu einer elongierten Kornform führte.Im Gegensatz dazu lagerten sich die magnetischen Minerale (AMS Träger) vorwiegend entlang der Scherbänder ein, was im Hinblick auf die Interpretation der Verformungsgeschichte große Bedeutung hat. Die T-P-Plots (Pendant zum Flinn-Diagramm) lassen auf dem ersten Blick eine starke Kornformvarianz erkennen. Bei genauerer Betrachtung jedoch wird der Unterschied in der Lagerungsgeometrie deutlich.Weiters wurden die Konglomerate der Pfannockschuppe auf ihren Ursprung hin untersucht.Anhand lithologischer Gemeinsamkeiten und Indikatoren geringer Transportweiten wurde hier der naheliegende Pfannockgneis als Ausgangsmaterial erkannt.Die Strukturabfolge in dem Gebiet zeigt a.) voralpidische Verformungsakte innerhalb des Bundschuh und Pfannockkristallins, b.) Oberkarbone Bildung von Kataklasiten entlang von Abschiebungen und gleichzeitige Sedimentation (Karbonkonglomerat), c.) Eo-Alpine W-NW Stapelung, und d.) vermutlich oberkretazische E-SE-Extension.

Zusammenfassung (Englisch)

In this thesis the sedimentary origin and the tectonic overprinting at the contact between the Bundschuh crystalline (basement) and the Stangalm Mesozoic (cover) around the Ochsenstand (Nockberge, Kärnten) was examined. The eastern pendant (the Upper Austroalpine Pfannock span) was also distinguished in its facies, lithology and its deformation history from the juxtaposed Stangalm Mesozoic. Not only heterogeneous mineral content, but also differences in the arrangement of the magnetic minerals were recognized.The Alpidic deformation indicators in the sediments of the Stangalm Mesozoic, but also within the Pfannock units, clearly point to a tectonic demand. Primary circular quartzgrains, for example, got deformed secondarly by general shear and pressure solution, what finally resulted in an elongated grain shape.By contrast the magnetic minerals (AMS bearer) settled mainly along the shearbands, what has a big influence in the interpretation of the history of deformation.Because as soon as the strain markers show a preferred orientation, strain data just serve in a limited way.T-P plots (counterpart to the Flinn diagram) reveal a strong grain form variance on the first sight, but on closer consideration the main differences were found just in the storage geometry.Next to that, also the conglomerates of the Pfannock span were examined. By reference to the lithological similarities as well as because of the indicators of a short way of transportation, the Pfannockgneiss was interpreted as a source material for its sedimentary cover. The resulting theory about the gneiss as origin of the conglomerate counterposes the interpretation of Tollmann (1977), who described the Carboniferous as the inverse limb of the Gurktal nappe.