Titelaufnahme

Titel
Die Ironie in "Janosch erzählt Grimms Märchen" : eine Analyse ironischer Strukturen in Text und Bild unter Berücksichtigung symbolischer und entwicklungspsychologischer Theorien / vorgelegt von Johannes Kern
Verfasser/ VerfasserinKern, Johannes
Begutachter / BegutachterinRabelhofer Bettina
Erschienen2012
Umfang92 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Janosch <Janosch erzählt Grimm's Märchen> / Ironie <Motiv> / Janosch <Janosch erzählt Grimm's Märchen> / Ironie <Motiv> / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-40729 Persistent Identifier (URN)
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Die Ironie in "Janosch erzählt Grimms Märchen" [1.05 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In dieser Arbeit werden ironische Strukturen innerhalb des Textkorpus der Adaptionen der Grimms- Märchen von Janosch analysiert. In Kapitel 2 wird untersucht, wie sich Ironie definieren lässt und inwiefern sie von ähnlich verwendeten Begriffen wie "Sarkasmus" oder "Zynismus" abgrenzbar ist. Die Ursprünge der Ironie in der griechischen Antike werden dabei erläutert, wobei der Mäeutik von Sokrates eine besondere Rolle zukommt. Anschließend wird die Bedeutung der Ironie in der Dichtung behandelt und der Frage über die Möglichkeit eines ästhetisch-ironischen Stils nachgegangen. Kapitel 3 widmet sich den 54 Erzählungen Janoschs in Bezug auf die Vorlagen der Brüder Grimm und einer ausführlichen Biographie des Autors, welche als oftmaliger Bezugspunkt für die Analyse der ironischen Wendungen bedeutsam ist. In Kapitel 4 werden zunächst die einzelnen ironischen Auffälligkeiten in paratextueller Hinsicht untersucht, bevor intratextuelle Ironiesignale beispielhaft aus dem Text aufgegriffen und analysiert werden. Danach werden hinsichtlich der Anspielungsironie drei Erzählungen Janoschs genauer unter die Lupe genommen. Hier kommen der Intertextualität und der Kontextualität eine besondere Rolle zu. Die Illustrationen Janoschs werden in Kapitel 5 gesondert behandelt, wobei Farbsymbolik und tiefenpsychologische Ansätze bedeutsam sind. Im sechsten Kapitel wird anhand von Studien zum Ironieverständnis von Kindern gezeigt, dass Kinder bis zum Schulalter von sechs Jahren noch nicht fähig sind, ironische Wendungen aufzulösen. Für dieses Verstehen müssen bei älteren Kindern nonverbale Zeichen gezielt eingesetzt werden, damit die Ironie beim Gesagten auch verstanden werden kann. Die Erzählungen Janoschs mit den Illustrationen können aber auch ohne vollständiges Auflösen der ironischen Strukturen Kindern Freude bereiten, wie sie auch für Erwachsene, durch die Anspielungen und den eigenen Stil Janoschs, ein Lesevergnügen darstellen.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis analyses ironic elements in the text corpus of Janosch's adaptions of the Grimm's Fairy Tales. Chapter 2 suggests various definitions for the term "irony" and examines to what extent it can be distinguished from terms like "sarcasm" or "cynicism". The origins of irony in ancient Greece will be addressed whereby Sokrates's maieutic will play a major role. Furthermore, the importance of irony in literature will be discussed. Chapter 3 deals with Janosch's 54 tales and their relation to the original versions of the Brothers Grimm and gives a detailed biography of the author, which serves as a point of reference in the analysis of the ironic expressions. Chapter 4 first investigates ironic elements from a paratextual viewpoint, before focussing on certain intratextual signals of irony that can be found in the text. Moreover, three tales are examined in detail in respect of innuendo-irony. Especially intertextuality and contextuality are important here and the findings will be compared with the original versions where useful. Janosch's illustrations are dealt with separately in chapter 5, where colour symbolism and depth psychological theories are applied. The pointedly use of colours by the artist resulting in successfully conveying highly complex messages or symbolising the core meaning of a tale testifies to Janosch's genius. Chapter 6 presents psychological studies that prove that children up to the age of six are not able to decode ironic expressions. Also older children need to be provided with clarifying nonverbal signals to fully understand ironic structures. Due to the childlike presentation of Janosch's tales with his colourful illustrations children might enjoy the book, even if they cannot understand the hidden ironic structures. Because of the socio-critical and contemporary historical innuendos and Janosch's unique writing style this book can moreover equally provide an enjoyable reading experience for adults