Titelaufnahme

Titel
Filming the Jacobethan stage : social and artistic implications of some early modern plays on the post-modern screen / vorgelegt von Gudrun Tockner
Verfasser/ VerfasserinTockner, Gudrun
Begutachter / BegutachterinKeiper Hugo
Erschienen2012
Umfang112 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Englisch / Drama / Geschichte 1590-1606 / Verfilmung / Geschichte 1992-2002 / Englisch / Drama / Geschichte 1590-1606 / Verfilmung / Geschichte 1992-2002 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-40693 Persistent Identifier (URN)
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Filming the Jacobethan stage [3.96 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit drei Verfilmungen von englischen Theaterstücken, erstmals aufgeführt zwischen etwa 1590 und 1606 und verfilmt zwischen 1992 und 2002: Marlowes Edward II, in der Regie von Derek Jarman, Shakespeares Richard III, Regie Richard Loncraine, und die anonyme Revenger?s Tragedy, Regie Alex Cox. Dabei stellen sich zwei Grundfragen: Wie werden die medienspezifischen Eigenheiten der Theaterstücke, besonders im Hinblick auf die frühmoderne Bühnensituation, in das Medium Film übertragen? Und zweitens, welche Transformationen durchlaufen die Texte, um in den gänzlich veränderten Kulturrahmen des späten 20. und frühen 21. Jarhunderts zu passen?Um diese Fragen zu beantworten, wird zuerst ein Überblick über die relevante kritische Literatur gegeben: zur Adaptionstheorie, und vor allem dazu, wie Theaterstücke auf die Leinwand transferiert werden, zu den ursprünglichen Aufführungspraktiken der Stücke, sowie zu Grundkonzepten der Filmtheorie. Darauf folgt ein kurzer Überblick über die künstlerischen und sozialen Kontexte der Stücke und Verfilmungen. Die tatsächliche Analyse gliedert sich in zwei Teile, wovon sich der erste auf den Medienwechsel bezieht und analysiert, wie einige der ursprünglichen Bühnenkonventionen für den Film adaptiert wurden. Der zweite Teil bespricht schließlich einige kulturelle Konzepte, wie Sprache, Konstruktionen von Geschlechterrollen und die Schlussszenen der Stücke, wie diese transferiert werden und sich verändern, und welche Implikationen dies für die Welt hat, die die Filme erzeugen. In diesem Zusammenhang wird nicht nur auf Shakespeare, sondern auch auf seine Zeitgenossen eingegangen. Zwar basieren die meisten Verfilmungen frühmoderner Stücke auf Werken Shakespeares, jedoch liefert eine eingehendere Beschäftigung mit verfilmten Stücken anderer Autoren der Zeit interessante Ergebnisse, die über die Figur Shakespeares hinaus das Nachwirken der englischen Renaissance in der Populärkultur der Gegenwart widerspiegeln.

Zusammenfassung (Englisch)

This diploma thesis discusses three film versions of English plays, first performed between 1590 and 1606, and made into films between 1992 and 2002: Marlowe?s >Edward II<, directed by Derek Jarman, Shakespeare?s >Richard III<, directed by Richard Loncraine, and the anonymous play >The Revenger?s Tragedy<, directed by Alex Cox. Two main questions arise in this context: How are features inherent in the medium of theatre, and in particular the early modern stage, translated to the medium of film? And secondly, which transformations do the texts undergo to fit in with the entirely changed cultural frameworks of the late 20th and early 21st century?To answer these questions, the thesis begins with an overview of the relevant critical literature: on theories of adaptation, especially how plays are transferred to the screen, on the original performance conditions of the source plays, and on some basic concepts of film theory. This is followed by a short overview of the original plays and the corresponding films, and their artistic and social contexts. The actual analysis is split into two parts: the first one focuses on the change in medium, and the way some of the original theatrical stage conventions are transferred to the screen. The second part, finally, looks at the way cultural concepts, like language, the construction of gender roles, and the endings of the plays are transferred and change, and which implications this process entails for the worlds the films construct.The analysis focuses not only on William Shakespeare, but also on his contemporaries. Although most of the filmed versions of early modern plays are indeed based on works by Shakespeare, a detailed discussion of films based on plays by other early modern playwrights delivers findings that reflect the legacy of early modern England in today?s popular culture beyond the overshadowing figure of Shakespeare.