Titelaufnahme

Titel
Rechtliche Aspekte der EU-Demokratieförderung in Subsahara-Afrika / vorgelegt von Daniel Göhring
Verfasser/ VerfasserinGöhring, Daniel
Begutachter / BegutachterinBenedek Wolfgang
Erschienen2012
Umfang88 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Subsaharisches Afrika / Demokratie / Europäische Union / Recht / Subsaharisches Afrika / Demokratie / Europäische Union / Recht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-40573 Persistent Identifier (URN)
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Rechtliche Aspekte der EU-Demokratieförderung in Subsahara-Afrika [0.78 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In dieser Diplomarbeit wird die EU-Demokratieförderung in Subsahara-Afrika dargestellt und einer völkerrechtlichen Analyse unterzogen. Zu Beginn wird das Thema aus einer historischen Perspektive heraus betrachtet und es wird aufgezeigt, dass sich die externe Demokratieförderung der EU erst in den letzten 20 Jahren voll entwickeln konnte. Anschließend wird als Referenzrahmen der weiterführenden Analyse der weitreichende Demokratiebegriff der externen EU-Demokratieförderung erläutert. Ebenso wird diese Demokratieförderungspolitik der EU theoretisch analysiert. Der geltende universale und regionale Schutzstandard des Rechts auf politische Partizipation in Subsahara-Afrika wird untersucht, gefolgt von einer Darstellung neuerer Entwicklungen im Völkerrecht hinsichtlich eines sich möglicherweise herausbildenden Rechts auf Demokratie. Außerdem wird das Spannungsverhältnis zwischen externer Demokratieförderung und staatlicher Souveränität thematisiert. Im folgenden Teil werden die der EU zur Verfügung stehenden Instrumente der externen Demokratieförderung dargestellt und einer rechtlichen Analyse unterzogen, sowie wird die völkerrechtliche Rechtmäßigkeit der Anwendung dieser Instrumente untersucht. Im letzten Teil der Arbeit wird schließlich die jüngere externe EU-Demokratieförderung in der Côte d'Ivoire und in Nigeria im Detail erläutert.Es wird im Ergebnis aufgezeigt, dass die EU über eine ganze Reihe an wirkungsvollen Instrumenten der externen Demokratieförderung verfügt und deren Anwendung in Subsahara-Afrika in der Regel auch nicht mit geltendem Völkerrecht konfligiert. Dennoch geht die EU aus außen- und entwicklungspolitischen Erwägungen sehr situationsspezifisch selektiv bei der Anwendung dieser Instrumente vor, was deren Effektivität untergräbt. Die Arbeit schließt schließlich mit einem Ausblick auf die Zukunft der externen EU-Demokratieförderung in Subsahara-Afrika.

Zusammenfassung (Englisch)

This study presents the EU's democracy promotion-policy in Sub-Saharan Africa and subjects it to a legal analysis under public international law. It begins with a historical perspective on the subject and it is shown that the external democracy promotion of the EU could only fully develop in the last 20 years. Then the EU's far-reaching definition of democracy for its external democracy promotion-policy is explained to establish the frame of reference for the further analysis of the subject. This is followed by a theoretical analysis of the EU's external democracy promotion-policy. Subsequently, the existing universal and regional standards of the right to political participation are discussed, followed by a presentation of recent developments in public international law with regard to a possibly emerging right to democratic governance. In the next chapter the tension between external democracy promotion-policies and state sovereignty is discussed. In the following part of this study the democracy promotion-instruments available to the EU are shown and subjected to an analysis under EU law. Following this, the legality of the use of these instruments under public international law is examined. Ultimately, the EU's recent external democracy promotion-policy in Côte d'Ivoire and in Nigeria is explained in detail.It is shown in this study that the EU has a number of effective instruments of external democracy promotion at hand and that their use in Sub-Saharan Africa is in most cases in line with public international law. Despite this fact, the EU is very selective in using its instruments of external democracy promotion in Sub-Saharan Africa for foreign and development policy considerations, which undermines their effectiveness. Finally, the paper concludes with an outlook on the future of the EU's external democracy promotion-policy in Sub-Saharan Africa.