Bibliographic Metadata

Title
Die internationale Zuständigkeit nach der EU-EheGüterVO / von Sebastian Pils
AuthorPils, Sebastian
CensorSimotta Daphne
Published2012
Description110 Bl. : Zsfassung
Institutional NoteGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Annotation
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)Europäische Union / Eheliches Güterrecht / Europäische Union / Eheliches Güterrecht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-40277 Persistent Identifier (URN)
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Die internationale Zuständigkeit nach der EU-EheGüterVO [0.97 mb]
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Abstract (German)

Mit dem Wiener Aktionsplan von 1998 bekannte man sich in der Europäischen Union zu der Absicht, die Rahmenbedingungen verschiedenster Lebensbereiche der Bürger durch ein umfangreiches Maßnahmenprogramm zu verbessern. Verfahrensvereinfachung durch die Schaffung einheitlicher Regeln im Kollisions- wie im Zuständigkeitsrecht war eines von vielen Instrumenten, um die weitreichenden Pläne in die Tat umzusetzen. Das ehegüterrechtliche Verfahrensrecht war zu diesem Zeitpunkt ein Rechtsgebiet, das wegen der Vielzahl unterschiedlicher Regelungen nationaler Rechtsordnungen sowie sich in manchen Fällen dazugesellender zwischenstaatlicher Abkommen für alle Betroffenen große Rechtsunsicherheit bedeutete, da die Beantwortung der Frage, welche Regel auf einen konkreten grenzüberschreitenden Sachverhalt zur Anwendung kommt, ein mitunter sehr kompliziertes Unterfangen war. Es bestand die Möglichkeit der Übervorteilung des schlechter über die Rechtslage in unterschiedlichen Staaten Informierten durch denjenigen, der sich einen Informationsvorsprung verschaffen konnte. In einer Zeit, in der es zunehmend Paare gibt, deren Verbindung nicht mehr den Bezug zu bloß einem Staat aufweist, ist das Regelungsdefizit im Güterverfahrensrecht umso mehr als bedrohlich einzustufen. Gerade im Falle der nachehelichen Aufteilung, aber auch schon bei der Verwaltung des ehelichen Vermögens während aufrechter Ehe steht für Paare viel auf dem Spiel und das nicht nur aus wirtschaftlicher sondern auch emotionaler Sicht. Im Jahr 2006 wurde mit einem Grünbuch der erste konkrete Schritt in Richtung einheitlicher Regelung des Güterverfahrensrechts getan, dem fünf Jahre später der Vorschlag zu einer Verordnung zum Güterverfahrens- sowie zum Güterkollisionsrecht folgte. Diese Arbeit behandelt ausschließlich den zuständigkeitsrechtlichen Teil dieses Verordnungsentwurfes.

Abstract (English)

With the Wiener Aktionsplan of 1998 the European Union avowed itself to the intention of simplifying the lives of its citizens through an extensive programme of measures. Procedural simplification through the creation of uniform rules in conflict of laws as well as in jurisdiction law was one amongst many instruments to put the far-reaching plans into practice. The matrimonial procedural law was at that point of time an area of law, which imposed great legal uncertainty on those affected by it because of the multitude of different national bodies of law and multinational treaties, the applicability of which on a certain cross-border case was a question, which to answer was a very complicated undertaking. In a time of increasing numbers of couples, whose bonds do not exist to merely one state, the deficit of regulation in procedural law in matters of matrimonial property regimes is to be seen all the more threatening. In the very case of liquidation of a matrimonial property regime, but also as far as the management of matrimonial property during marriage is concerned, there is a lot at stake for spouses not only from an economic but also an emotional point of view. In 2006 with the adoption of the Green Paper the first concrete step towards uniform laws of the matrimonial property procedure was done, which five years later was followed by the proposal for a regulation on jurisdiction and applicable law in matters of matrimonial property regimes. This paper exclusively treats the parts of the regulation concerning procedural law.