Titelaufnahme

Titel
Organisationale Reaktionen von Unternehmen der Outdoor-Bekleidungsindustrie auf NGO-Kampagnen / Kerschbaumer Iris
Verfasser/ VerfasserinKerschbaumer, Iris
Begutachter / BegutachterinUngericht Bernhard
Erschienen2012
Umfang81, XX Bl. : 2 Zsfassungen ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Unternehmen / Bekleidungsindustrie / Nichtstaatliche Organisation / Unternehmen / Bekleidungsindustrie / Nichtstaatliche Organisation / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-40052 Persistent Identifier (URN)
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Organisationale Reaktionen von Unternehmen der Outdoor-Bekleidungsindustrie auf NGO-Kampagnen [1.58 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Nichtregierungsorganisationen (NGOs) spielen in der zunehmenden globalen Vernetzung von Produktions-und Leistungsprozessen eine immer wichtigere Rolle. Diese Arbeit hat sich das Ziel gesetzt die Einflusschancen von NGO-Kampagnen auf Unternehmen zu untersuchen und mögliche Reaktionen von Unternehmen zu prüfen. Im ersten Teil dient eine von der Clean Clothes Kampagne (CCK) geleitete Firmenbefragung verschiedener Outdoor-Unternehmen als praktisches Beispiel einer NGO-Kampagne. Zwei befragte Unternehmen, Northland und Vaude, wurden ausgewählt, um kollektive Handlungsmuster und Beziehungsqualitäten zwischen den Akteursgruppen sichtbar zu machen. Der zweite Teil erklärt die erkenntnistheoretischen Grundlagen der Arbeit, die für die Bewertung der Ergebnisse von Bedeutung sind. Mit Hilfe der zwei Fallbeispiele werden unterschiedliche, betriebliche Strategien gegenüber NGO-Kampagnen herausgearbeitet und organisationale Reaktionen abgeleitet. Die Darstellung dreier Initiativen, die zur Verbesserung von Arbeitsbedingungen dienen, hilft ein Verständnis zu bekommen, in welchem Spannungsfeld Unternehmen, NGOs und Initiativen stehen. Abschließend werden verschiedene Beziehungsformen zwischen Unternehmen und NGOs vorgestellt und Gründe für eine Kooperation oder für eine Konfrontation zwischen den Sektoren genannt. Ebenso wie auf NGO-Seite das Ausmaß des Corporate Social Responsibility (CSR)-Engagements von Unternehmen die strategische Positionierung von NGOs beeinflusst, ist auch umgekehrt das wahrgenommene Ausmaß des Reputationsrisikos durch NGO-Aktivismus ausschlaggebend für die strategische Positionierungsachse von Unternehmen. Radikales Vorgehen von NGOs bleibt trotz verstärkten CSR-Engagements von Unternehmen allerdings notwendig, da eine rein kooperative Beziehung zum Unternehmenssektor die Gefahr einer Instrumentalisierung von NGOs birgt und zu moderate Kampagnen kein glaubwürdiges Reputationsrisiko für Unternehmen darstellen.

Zusammenfassung (Englisch)

Non-governmental organizations (NGOs) and the need for activism have increased in recent years because of the global networking of manufacturing processes. NGOs represent an increasingly important continuity in a company?s nonmarket environment, i.e. in relation to topics ranging from labor conditions to human rights. This thesis analyzes the strategies and chances of NGOs to influence the business sector and shows possible reactions of business organizations. The first part deals with a survey about the Clean Clothes Campaign (CCC) as a concrete example of an NGO campaign. It was aimed at assessing how companies from the outdoor clothes industry felt about their social accountability. By considering two case studies, Northland and Vaude, the paper demonstrates different ways of how companies manage NGO pressure and the variety of relations between the two types of stakeholders. The second part explores the epistemic base of the work in order to increase our understanding of the assessment of the results and to make recommendations for the future. The third part appraises different strategies of NGOs and the conditions under which NGOs are likely to elicit positive company responses. Finally, the different kinds of relationship between NGOs and companies are shown and factors of cooperation and confrontation between the two sectors are explained. It is argued that proactive commitment of business organizations in strategic Corporate Social Responsibility (CSR), aimed at boosting their social legitimacy, has become an important factor for NGOs? own strategic positioning vis-à-vis the business sector. Radical action by NGOs remains necessary despite companies? increased commitment to CSR, because a chiefly co-operative relationship with the business world bears the risk for NGOs of instrumentalization. Moreover, the reputational risk of too moderate campaigns is not high and thus not serious enough for companies.