Titelaufnahme

Titel
Der einstweilige Mietzins nach § 382f EO / vorgelegt von Julia Wiederschwinger
Verfasser/ VerfasserinWiederschwinger, Julia
Begutachter / BegutachterinSimotta Daphne
Erschienen2012
Umfang90 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Mietpreis / Einstweilige Verfügung / Österreich / Mietpreis / Einstweilige Verfügung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-39976 Persistent Identifier (URN)
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Der einstweilige Mietzins nach § 382f EO [0.54 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Mit dem durch einstweilige Verfügung festzusetzenden einstweiligen Mietzins,hat der Vermieter die Möglichkeit,während eines anhängigen Kündigungs- oder Räumungsverfahrens einen Exekutionstitel zu erwirken,auf dessen Grundlage schon während des Verfahrens Exekution zur Hereinbringung des festgesetzten einstweiligen Mietzinses geführt werden kann.Diese Regelung wurde als notwendig angesehen,da Mieter,gegen die ein Räumungs- oder Kündigungsverfahren eingeleitet wurde,oftmals versuchen das Verfahren bewusst zu verschleppen,indem sie behaupten,der vertraglich vereinbarte Mietzins übersteige die gesetzlich zulässigen Höchstgrenzen.Um diese präjudizielle Vorfrage zu lösen,wird das Räumungs- oder Kündigungsverfahren regelmäßig unterbrochen,was zu jahrelangen Verzögerungen führen kann.Einstweiliger Mietzins kann begehrt werden,wenn zwischen den Parteien, eines dem Vollanwendungsbereich des MRG unterliegenden Hauptmietvertrages,eine Kündigung nach § 30 Abs 2 Z 1 MRG oder ein Räumungsverfahren wegen qualifiziertem Mietzinsrückstand gem § 1118 ABGB bereits anhängig ist und der Vermieter bescheinigen kann,dass der Mieter seine Pflicht,zur Bezahlung des vertraglich vereinbarten Mietzinses,verletzt hat.Ein Anliegen des Gesetzgebers war es, die Bestimmung über den einstweiligen Mietzins möglichst effizient zu gestalten.Aus diesem Grund wurde die Bescheinigungslast des Vermieters vermindert.Er muss sich nicht etwa mit der gesetzlichen Zulässigkeit des vertraglich vereinbarten Mietzinses auseinandersetzen,sondern bloß die Verletzung der Zahlungspflicht des Mieters bescheinigen.Außerdem wurden dem Gericht klare Orientierungslinien bei der Festsetzung des einstweiligen Mietzinses geschaffen,indem sich die Hauptmietzinskomponente unmittelbar aus § 45 MRG ergibt.

Zusammenfassung (Englisch)

Using the interim rent according to § 382f EO, which is determined by temporary injunction, the landlord has the possibility to obtain a title of execution during a proceeding about a termination or an eviction. On the basis of this titel of execution the landlord can enforce the payment of the determined interim house rent even during the proceeding.Often tenants try to delay a current proceeding about a termination or eviction against them consciously by claiming that the contractually provided rent exceeds the legal limits. Therefore this statutory rule was considered to be necessary.Most of the time the court is going to suspend the proceedings in order to answer this preliminary question. This may cause long lasting delays.When there already is a proceeding about a termination or an eviction between the parties of a main lease contract and the landlord is able to certify that the tenant has violated his obligation to pay the contractually agreed rent, interim rent can be requested. This regulation applies to contracts in the full scope of application of the MRG.It was a concern of the legislator to create the regulation about the interim rent as efficiently as possible. Therefore the burden of proof of the landlord was reduced. He has not to dispute about the legitimacy of the contractually agreed rent but only to certify the violation of duty of payment by the tenant. In addition the court has clear guidelines to determine the interim rent according to the regulated amounts directly from § 45 MRG.