Titelaufnahme

Titel
Die Methode der idealtypisch-vergleichenden Einzelfallanalyse : Kritik und praktische Anwendbarkeit / von Martina Mauthner
Verfasser/ VerfasserinMauthner, Martina
Begutachter / BegutachterinSchmölzer Gabriele
Erschienen2012
Umfang75 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Fallstudie / Kriminalprognose / Fallstudie / Kriminalprognose / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-39938 Persistent Identifier (URN)
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Die Methode der idealtypisch-vergleichenden Einzelfallanalyse [0.7 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In der Strafrechtspraxis ist es oft notwendig, Prognosen über das zukünftige Verhalten von Straftätern zu erstellen. In meiner Diplomarbeit stelle ich eine Methode vor, die es all jenen, die am Strafverfahren beteiligt sind, ermöglicht, auf unkomplizierte Art und Weise eine Kriminalprognose zu erstellen. Im ersten Teil meiner Diplomarbeit wird diese Methode der idealtypisch-vergleichenden Einzelfallanalyse (MIVEA) genau dargestellt. Sie beruht auf der Tübinger Jungtäter-Vergleichsuntersuchung, bei der in den 1960er Jahren das Sozialverhalten von je 200 jungen männlichen Strafgefangenen und 200 jungen Männern aus der Durchschnittsbevölkerung gegenübergestellt wurde. Mit MIVEA wird das Verhalten des Probanden in den verschiedenen Sozialbereichen untersucht. Neben einer Analyse des Lebenslängsschnitts und des Lebensquerschnitts, werden auch die Relevanzbezüge und Wertorientierungen betrachtet. In einem letzten Schritt, nämlich der Untersuchung der ?besonderen Aspekte?, wird auf die individuellen Stärken und Schwächen des Probanden eingegangen. Nach dieser Analyse der Erhebungen, erfolgt die Beurteilung in Form der kriminologischen Diagnose. Auf Grundlage dieser Diagnose werden dann die prognostischen Schlussfolgerungen gezogen. Eine erste grundsätzliche Prognose wird dann um die besonderen Aspekte des Probanden erweitert, um so zu einer individuellen Basisprognose zu gelangen. Darauf aufbauend wird dann die Interventionsprognose erstellt. Im zweiten Teil der Diplomarbeit wird auf die vorgebracht Kritik an MIVEA eingegangen und die Gegenreaktionen darauf bearbeitet. Danach wird die praktische Anwendung von MIVEA untersucht. Zu einer Anwendung kommt es, aufgrund dessen Besonderheiten, vor allem im Jugendstrafrecht. Es werden auch einige Erfahrungsberichte von Praktikern vorgelegt. In einem letzten Teil wird versucht, herauszufinden, ob und in welchen Bereichen eine Anwendung von MIVEA auch in Österreich möglich wäre.

Zusammenfassung (Englisch)

In the practice of criminal law it is often necessary to make predictions about the future life of a criminal offender. In my master thesis I introduce a special method, which makes it easy for all involved parties to make such cimininal prognosis. In the first part oft the thesis, this method, called method of the ideal typical ? comparative single case analysis, is illustrated. The method is based on the Tübingen Criminal Behaviour Development Study (TCBDS), where in the 1960s the social behaviour of 200 young inmates is contrasted with the behaviour of 200 young adults selected on a representative basis. The behaviour of the subject in all the different social areas of his life will be examined. The method consists of a longitudinal analysis, a cross-section analysis and the analysis o the value orientation and all things that are relevant to the subject. In a last step of the examination specical aspect, such as individual strengths and weaknesses of the subject, are explored. After the analysis of the collected data, the criminological diagnosis can be made. On the basis of this diagnosis the criminological prognosis are made. There are three types of prognosis. First the fundamental prognosis, then the individual basic prognosis and finally the prognosis regarding the intervention. The second part of my thesis encompasses criticism that the method has to deal with and the reaction to that criticism. In the next part the pracitical application of the method is examined and some field reports are presented. The method plays a huge role in the criminal law relating to young offenders. The last part deals with the question if it is possible to use the method in Austria.