Titelaufnahme

Titel
Die emanzipierte Muse in der bildenden Kunst auf dem Weg in die Moderne / vorgelegt von Johanna Hofer
Verfasser/ VerfasserinHofer, Johanna
Begutachter / BegutachterinStadlober Margit
Erschienen2012
UmfangVI, 120 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Muse <Künstler> / Emanzipation / Geschichte 1880-2000 / Muse <Künstler> / Emanzipation / Geschichte 1880-2000 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-39912 Persistent Identifier (URN)
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Die emanzipierte Muse in der bildenden Kunst auf dem Weg in die Moderne [3.4 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Begriff der emanzipierten Muse fasst Künstlerinnen der Moderne zusammen, die sich unter eigener Kraftanstrengung von den passiven Künstlermusen zu unabhängigen Künstlerinnen entwickelten. Ziel ist es aufzuzeigen, dass Künstlerinnen im 19. und 20. Jahrhundert sich nicht mehr mit den passiven Rollen der Inspirationsquelle und Anregerin begnügten, sondern nach eigenem Erfolg strebten. Dieser Emanzipations-Prozess und der Anspruch auf künstlerische Autonomie bilden den Inhalt der Arbeit. Am Beginn wird gezeigt wie das Bild der Muse im Laufe der Zeit einen Bedeutungswandel erfährt: von der Muse in der Mythologie, über die Projektion dieses Idealbildes auf reale Frauen, bis hin zur Emanzipation der Muse zur eigenständige Künstlerin in der Moderne. Im zweiten Teil werden die Wegbereiterinnen der emanzipierten Musen - Angelika Kauffmann, Dorothea Therbusch und Adelaide Labille-Guiard aus dem 18.Jahrhundert - vorgestellt und ihre Bedeutung für die folgende Künstlerinnengeneration herausgearbeitet. Anschließend wird die soziale und historische Situation der emanzipierten Muse erörtert. Institutionelle Rahmenbedingungen wie fehlende Ausbildung- und Ausstellungsmöglichkeiten und gesellschaftliche Konventionen im 19. und 20. Jahrhundert zeigen wie schwierig es für Künstlerinnen war in der Kunst Fuß zu fassen. Viele Künstlerinnen waren zuerst mit Künstlern liiert und fungierten als Künstler-Musen bevor sie sich emanzipierten. Diese Muse-Künstler-Beziehung, Schülerin-Lehrer-Konstellation und die Loslösung werden an Hand von drei Fallbeispielen (Camille Claudel, Francoise Gilot, Suzanne Valadon) aufgezeigt. Weitere Beispiele wie Leonora Carrington, Meret Oppenheim, Gabriele Münter, Frida Kahlo, Hannah Höch, Georgia O`Keeffe belegen, dass das Phänomen der emanzipierten Musen verbreitet war, da es Integration in die Kunstwelt ermöglichte. Um als autonome Künstlerin registriert zu werden folgte meist ein persönlicher und künstlerischer Bruch mit dem Künstler, Geliebten und Lehrer.

Zusammenfassung (Englisch)

The chosen term ?emancipated muse? describes women artists, who have emancipated themselves from being passive muses to established female artists. The aim is to demonstrate that female artists in the 19th and 20th century quest for success in art and they did not accept to be seen only as a sort of inspiration for male artists. This process of emancipation and their demand for artistical autonomy is the main content of this master-thesis.At the beginning an overview shows how the image of the muse has changed in the course of time: from the muse in the mythology, above the projection of this ideal image on real women, to the emancipation of the muse towards an independent female artist. In the second part the focus lies on role models of the emancipated muse in the 18th century, like Angelika Kauffmann, Dorothea Therbusch and Adélaïde Labille-Guiard. Their importance and notability for the next generation of female artists is discussed. Following the historical and social background of women artists in the 19th and 20th century is outlined. The basic conditions for women were bad education and few opportunities for taking part in exhibitions and a lot of social restrains. It was really hard for women to be noticed as a talented artist.A lot of female artists had relationships with successful artists and were known as muses before they emancipated themselves. Three case studies (Camille Claudel, Francoise Gilot, Suzanne Valadon) point out the muse-artist-relationship, the pupil-teacher-constellation and the transition to independence of women artists. Additional examples like Leonora Carrington, Meret Oppenheim, Gabriele Münter, Frida Kahlo, Hannah Höch, Georgia O`Keeffe give evidence that the emancipation of the muse in the modern age sometimes was the only way to establish themselves in art. As a consequence a break with the mentor artist, lover and teacher was often necessary to be recognized as an individual women artist.