Titelaufnahme

Titel
Verbal-autonome Reaktionsdissoziation im Zusammenhang mit Geschlechtsrollen-Selbstkonzept und kognitiv-vermeidendem Coping / vorgelegt von Regina Pabst
Verfasser/ VerfasserinPabst, Regina
Begutachter / BegutachterinSchwerdtfeger Andreas
Erschienen2012
Umfang92 Bl. : 2 Zsfassungen ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Geschlechterrolle / Selbstbild / Stressbewältigung / Geschlechterrolle / Selbstbild / Stressbewältigung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-39829 Persistent Identifier (URN)
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Verbal-autonome Reaktionsdissoziation im Zusammenhang mit Geschlechtsrollen-Selbstkonzept und kognitiv-vermeidendem Coping [1.95 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In der vorliegenden Studie wurde der Einfluss des Geschlechts bzw. des Geschlechtsrollen-Selbstkonzept (GRS) auf die kognitiv-vermeidende Stressbewältigung untersucht. Neben dem Angstbewältigungsinventar (ABI) wurde das Instrument der verbal-autonomen Reaktionsdissoziation (VARD) zur Klassifikation von kognitiv-vermeidender bzw. vigilanter Bewältigung herangezogen. Bei der herzratenbasierenden VARD wurden z-transformierte physiologische Differenzwerte (Herzrate) in Beziehung zu subjektiv-erlebten Differenzwerten (negativer Affekt) gesetzt. Aus diesen Werten wurde ein Reaktionsdissoziationswert gebildet.Die 121 Probanden unterzogen sich einem Laborexperiment, in dem sie einem sozial-evaluativen Stressor (Halten einer Rede) ausgesetzt wurden. Die kardiovaskuläre Reaktivität (Herzrate) wurde mittels EKG über drei Messzeitpunkte (Baseline/Ausgangslage, Vorbereitung, Rede) aufgezeichnet. Männer erzielten im Gegensatz zu Frauen höhere Werte in der kognitiven Vermeidung (in selbstwertbedrohenden Situationen) ? gemessen mit dem Angstbewältigungsinventar. Zusätzlich konnte ein Einfluss des Geschlechtsrollen-Selbstkonzept auf die kognitive Vermeidung in selbstwertbedrohenden Situationen beobachtet werden. Während die Dimensionen der kognitiven Vermeidung mit der negativen Expressivitäts/Femininitäts-Skala negativ korrelierten, gab es einen positiven Zusammenhang mit der positiven Instrumentalitäts/Maskulinitäts-Skala. Ein entgegengesetztes Muster zeigte sich bei den Dimensionen der Vigilanz. Während im Angstbewältigungsinventar Unterschiede zwischen den Geschlechtern bzw. Zusammenhänge mit dem Geschlechtsrollen-Selbstkonzept beobachtet werden konnten, erwies sich die herzratenbasierende VARD nicht als geeignetes Instrument.

Zusammenfassung (Englisch)

In the research at hand, the impact of gender and gender role self-concept (GRS) on cognitive-avoiding stress coping was investigated. In addition to the Mainz Coping Inventory (MCI), the instrument of the verbal-autonomic response dissociation (VARD) was used to classify cognitive-avoiding and vigilant coping. In the course of the heart rate based verbal-autonomic response dissociation, z-transformed physiological difference values were related to subjective-experienced difference values (negative affect). From these values, one response dissociation value was generated. The 121 test persons underwent a laboratory experiment, in which they had to face a social-evaluative stressor (holding a speech). Cardiovascular reactivity (heart rate) was traced at three different measuring times (baseline, preparation, speech) by ECG. As opposed to women, men reached higher values in cognitive avoidance (in self-worth threatening situations) ? measured by means of the Mainz Coping Inventory. Furthermore, the impact of gender-role-self-concept on cognitive avoidance in self-worth threatening situations became visible. While the dimensions of cognitive avoidance correlated negatively with the expressiveness/femininity scale, there was a positive relation with the positive instrumentality/masculinity scale. A contrary pattern showed at the dimensions of vigilance. While gender differences as well as correlations in the gender role self-concept could be investigated in the Mainz Coping Inventory, the heart rate based VARD did not prove to be a suitable instrument.