Titelaufnahme

Titel
Kakao: Vom habsburgischen Hofgetränk zur niederländischen Kolonialware : der Diffusionsprozess der Schokolade in Mitteleuropa vom 17. bis 19. Jahrhundert vor dem Hintergrund eines konsumspezifischen Kulturtransfers am Beispiel der Steiermark und Westfalens / eingereicht von Benita Maria Ines Wister
Weitere Titel
Cacao: From the hapsburg court beverage to a dutch colonial product
Verfasser/ VerfasserinWister, Benita Maria Ines
Begutachter / BegutachterinPieper Renate ; Reisinger Nikolaus
Erschienen2012
UmfangXII, 646 Bl. : 2 Zsfassungen ; graph. Darst., Kt.
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2012
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Steiermark / Westfalen / Kakao / Schokolade / Geschichte 1600-1900 / Steiermark / Westfalen / Kakao / Schokolade / Geschichte 1600-1900 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-39771 Persistent Identifier (URN)
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Kakao: Vom habsburgischen Hofgetränk zur niederländischen Kolonialware [18.13 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Schokolade. Ihr Genuss ist heute für viele Menschen in Europa ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil ihres Lebens. Ihren Geschmacksrichtungen und ihrem Aussehen sind kaum Grenzen gesetzt, und es gibt sie für jeden Geldbeutel. Das war nicht immer so. Die Delikatesse der Maya und Azteken fand erst im Laufe des 16. Jahrhunderts ihren Weg nach Europa. Über mehrere Jahrhunderte erfuhr sie auf europäischem Boden im Zuge des Kulturtransfers eine umfassende Rezeption und Adaption. Ein signifikanter Anstieg der Kakao- und Schokoladeexporte aus Amerika nach Europa ab der Mitte des 17. Jahrhunderts schuf die Grundlage für eine weitreichende horizontale Diffusion. Der Konsum beschränkte sich nicht länger auf die im Amerikahandel tonangebenden Regionen Spanien, Portugal, die Niederlande, Frankreich, England und Italien, oder die europäischen Metropolen. Der Transferprozess erfasste binnen kurzer Zeit auch geographische Räume, die hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen und kulturellen Bedeutung in Europa nicht in der ersten Reihe standen. Die vorliegende Arbeit betrachtet diese Entwicklung vom 17. bis anfänglichen 19. Jahrhundert am Beispiel von Westfalen und der Steiermark.Für den dortigen Verlauf der produktiven Rezeption verantwortlich zeichneten sich auf der einen Seite Vermittlungsinstanzen wie Händler und Obrigkeiten, auf der anderen Seite aber auch Vermittlerpersönlichkeiten aus den Reihen der örtlichen Konsumenten. Diese wiederum wurden geprägt durch ihr Lebensumfeld, bestehende Strukturen und regionale Besonderheiten. Ihr Umgang mit dem neuen Genussmittel bestimmte in großem Maße die Dimensionen der Rezeption und Adaption der Schokolade an die Konsumgewohnheiten. Westfalen und die Steiermark sind diesbezüglich zwei prägnante Beispiele. Beide Regionen wiesen vom 17. bis frühen 19. Jahrhundert vergleichbare demographische und wirtschaftliche Strukturen auf. Die produktive Rezeption der Schokolade durch die Bevölkerung hätten dennoch gegensätzlicher kaum sein können.

Zusammenfassung (Englisch)

Chocolate. Today, for many people in Europe its consumption is an inherent part of their life. There is almost no limit to its flavors and its appearance, and last but not least, it is available for every budget. This has not been always the case, since the originally Mesoamerican delicacy did appear in Europe not until the first half of the 16th century. In the course of the diffusion and cultural transfer process on European territory, it has undergone considerable modifications over the centuries. The significant increase of cacao and chocolate exports from America to Europe after the middle of the 17th century provided the basis for an extensive horizontal diffusion. Consumption was no longer limited to the European regions that dominated the Atlantic trade, such as Spain, Portugal, the Dutch Republic, France, England, and Italy, and neither to the European monopolies. Immediately, the transfer process began to spread to geographical areas that did not rank first with regard to their economic and cultural importance within Europe. The thesis studies this development from 17th to the beginning of the 19th century, using the example of Westphalia and Styria.Intermediaries such as merchants and authorities on the one hand and individual mediators from local consumer groups on the other hand were responsible for the progression of the productive perception. In turn, these intermediaries and mediators were shaped by their living environment, existing structures and regional distinctions. Their approach to the new indulgence food influenced to a great extent the dimensions of perception and adaptation of chocolate to the respective consumption habits.Westphalia and Styria are two concise examples in this regard. Both regions featured comparable demographic and economic structures from the 17th to the early 19th century. The productive perception of chocolate by the population, however, could hardly have been more opposed.

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