Titelaufnahme

Titel
Therapeutisches Klonen im österreichischen und internationalen Recht / Anna Grabner
Verfasser/ VerfasserinGrabner, Anna
Begutachter / BegutachterinPöschl Magdalena
Erschienen2012
UmfangVI, 78 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Klonierung / Therapie / Recht / Österreich / Klonierung / Therapie / Recht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-39748 Persistent Identifier (URN)
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Therapeutisches Klonen im österreichischen und internationalen Recht [0.47 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen für das therapeutische Klonen von menschlichen Zellen. Im Gegensatz zum reproduktiven Klonen wird beim therapeutischen Klonen kein Mensch hergestellt, vielmehr werden menschliche Zellen künstlich vermehrt, um diese sodann für therapeutische Zwecke einsetzen zu können. Auf internationaler Ebene werden die einschlägigen Bestimmungen der Biomedizinkonvention des Europarates samt dem ersten Zusatzprotokoll zum Verbot des Klonens menschlicher Lebewesen erörtert. Auch zwei Dokumente, die im Rahmen der Vereinten Nationen zustande gekommen sind, werden kurz bezüglich ihrer Anwendbarkeit auf den Sachverhalt des therapeutischen Klonens behandelt. In der österreichischen Rechtsordnung gibt es keine ausdrücklichen Regelungen zum therapeutischen Klonen. Die grundrechtlichen Vorgaben sprechen für die Zulässigkeit dieser Technik, denn das therapeutische Klonen ist vom Schutzbereich des Grundrechts auf Forschungsfreiheit erfasst. Es sind keine entgegenstehenden verfassungsrechtlichen Rechtsgüter ersichtlich, die einen Eingriff in die Forschungsfreiheit rechtfertigen könnten. Insbesondere kommt Embryonen in der österreichischen Rechtsordnung kein Grundrecht auf Leben zu, auch die Annahme eines verfassungsrechtlichen Schutzes ihrer Menschenwürde ist nicht überzeugend. Die für das therapeutische Klonen einschlägigen Regelungen des Fortpflanzungsmedizingesetzes entsprechen diesem verfassungsrechtlichen Befund. Zu einem solchen Ergebnis gelangt man jedoch erst nach Ausschöpfung sämtlicher Interpretationsmethoden. Da den RechtsanwenderInnen dieser langwierige Vorgang nicht zugemutet werden kann, sollte der österreichische Gesetzgeber endlich ausdrückliche Regelungen zum therapeutischen Klonen erlassen.

Zusammenfassung (Englisch)

This work deals with the legal framework of therapeutical cloning. In contrast to reproductive cloning, no human being is to be produced with the technique of therapeutical cloning. Therapeutical cloning aims at the production of human cells to use them for therapeutic purposes. At the international level, the Council of Europe?s Convention on Human Rights and Biomedicine and its first Additional Protocol on the Prohibiton of Cloning Human Beings are discussed with respect to the technique of therapeutical cloning. Two legal documents of the United Nations are also discussed relating to therapeutical cloning. The Austrian legal system contains no explicit regulation for therapeutical cloning. However the Austrian constitutional law indicates the lawfulness of such techniques because of the freedom of research. There are no conflicting fundamental rights particularly with regard to the embryo. The embryo has no fundamental right to life and the Austrian legal system does not grant the embryo the protection of its human dignity. The relevant clauses of the Austrian Fortpflanzungsmedizingesetz are in line with the constitutional requirements concerning therapeutical cloning. But to come to this point the legal practitioner has to pass through a long sequence of employing different interpretation methods. To avoid such legal uncertainty the Austrian legislator should finally establish explicit regulations regarding the techniques of human therapeutical cloning.