Titelaufnahme

Titel
Der Eingangsbereich der "Villa" von Retznei von der Latènezeit bis in die Spätantike : Funde und Befunde der Lehrgrabungen (Fläche 60) der KFUG 2009-2011 / vorgelegt von: Lydia Valant
Weitere Titel
The entrance area of the “villa” of Retznei from La Tène to Late Antiquity. Finds and features from the training excavations (area 60) by the KFUG 2009 2011
Verfasser/ VerfasserinValant, Lydia
Begutachter / BegutachterinLehner Manfred
Erschienen2012
Umfang122 Bl. : 2 Zsfassungen ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Bezirk Leibnitz / Römerzeit / Latène-Zeit / Funde / Bezirk Leibnitz / Römerzeit / Latène-Zeit / Funde / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-39657 Persistent Identifier (URN)
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Der Eingangsbereich der "Villa" von Retznei von der Latènezeit bis in die Spätantike [4.42 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Villa Retznei liegt am rechten Murufer unterhalb der Sulmmündung in der Südsteiermark, 5 Kilometer vom Stadtrand des antiken municipium Flavia Solva entfernt. Im Osten der Villa führte eine Straße vorbei, im Norden befand sich der Steinbruch, aus dessen Material auch die römischen Gebäude errichtet wurden. Die Grabungsfläche 60 liegt im äußersten Südosten und brachte eine römische Mauerformation zutage, die aufgrund eines Mörtelglattstrichs und einer Eintiefung in dessen Mitte als Eingangsbereich mit einer Flügeltür rekonstruiert werden kann. Der Raum bestand ab der Wende des 1. zum 2. Jh. n. Chr. Nach einem Versturz in der 2. Hälfte des 2. Jhs./Anfang des 3. Jhs. wurden Postamente in diesen Bereich gesetzt. Ergänzt man weitere, erhält man eine Portikus entlang der Schau- und Eingangsseite der Villa. Damit bleibt die Nutzung des Gebäudes ? ob als villa rustica oder Bau mit öffentlichen Funktionen ? weiter unklar. Die Villa bestand bis ins 4. Jh. Vor dem Bau der Steingebäude konnte ein römischer Pfostenbau im Bereich der Fläche 60 gefunden werden, der in die 2. Hälfte des 1. Jhs. v. Chr. gehört. Auch latènezeitliches Material konnte gefunden werden. Es handelt sich dabei um zwei Phasen von Pfostengebäuden aus der Spätlatènezeit, sowie drei Ofengruben, die zwischen den beiden Bauphasen lagen. In der 1. Hälfte des 1. Jhs. schien die keltische Besiedelung in Retznei ohne deutlichen Bruch in eine römische übergegangen zu sein. Die Funde aus der Fläche 60 bestehen großteils aus keramischen Scherben ohne besondere Bedeutung. Es ist wenig Terra Sigillata vorhanden. Die metallischen Gegenstände sind großteils Gebrauchsgegenstände und Schmuck- bzw. Trachtbestandteile. Erwähnenswert ist eine Fibel des Typs Mötschwil, Variante Vali?na vas, die in LT C2 datiert wird. Brozezeitliche Befunde fehlen, dafür konnten drei Silexklingen aus einem Steinbruch von Rein bei Graz geborgen werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The ?villa? Retznei is situated on the right side of the Mur downriver of the water mouth of the Sulm, 5 km apart from the outskirts of the ancient municipium of Flavia Solva. In the east of the ?villa? a street passed by, in the north was a quarry from which material the Roman buildings were made of too. The excavation area 60 lies in the uttermost south-east and brought to light a Roman wall formation that could be reconstructed by rodded mortar and a hollow in its middle as an entrance area with a double wing door. The room was in use from the turning of the 1st to the 2nd century AD. After a collapse in the 2nd half of the 2nd century/beginning of the 3rd century bases were set into this area. If you add more you get a portico along the front side of the ?villa?. With that the use of the building ? if as villa rustica or building with public character ? is still unknown. The ?villa? existed until the 4th century. Before the construction of the stone buildings a Roman building in post technique was found in the area 60 which dates into the 2nd half of the 1st century AD. La Tène dating material could be found too. It is two phases of post technique buildings from the Late La Tène period as well as three oven pits that date between the building phases. In the 1st half of the 1st century AD the Celtic population in Retznei seemed to merge to Roman without a distinct break. The finds of the area 60 are mostly ceramic fragments without special importance. There are few Terra Sigillata. The metal finds are mostly objects of utility and jewelry or dressing elements. Worth mentioning is a fibula of the type Mötschwil, variant Vali?na vas, that dates into LT C2. Bronze age finds are missing but three flint stone blades from a quarry from Rein near Graz came to light.

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