Titelaufnahme

Titel
Challenges for Macroeconomic Modelling: An Investigation of the Progress of DSGE Models / Norbert Pfeifer, B.A. (Econ.)
Verfasser/ VerfasserinPfeifer, Norbert
Begutachter / BegutachterinHill, Robert
ErschienenGraz, September 2017
UmfangXV, 76 Seiten : Zusammenfassungen (2 Blätter) ; Illustrationen, Diagramme
HochschulschriftKarl-Franzens-Universität Graz, Masterarbeit, 2017
Anmerkung
Zusammenfassungen in Deutsch und Englisch
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-118150 Persistent Identifier (URN)
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Challenges for Macroeconomic Modelling: An Investigation of the Progress of DSGE Models [1.4 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Bereich der Makroökonomik ist geprägt von enormen Fortschritten in den letzten Jahren, nicht zuletzt wegen des Ausbruchs der Weltwirtschaftskrise, welche die Schwächen von früheren makroökonomischen Modellen veranschaulicht hat. Um die wirtschaftlichen Schwankungen in einem Modell zu erfassen, verwenden Makroökonomen vielfach die theoretischen Entwicklungen der Neu Keynesianischen Theorie. In diesem Zusammenhang stellt sich für Ökonomen die Frage, ob die Merkmale dieser Theorie, wie zum Beispiel Preis- und Lohnstarrheit, für die Modellierung der Konjunkturzyklen des Europäischen Währungsraumes von messbarer Relevanz sind. Die vorliegende Arbeit untersucht diese Fragestellung auf der Basis des einflussreichen Modells von Smets and Wouters, mit Erweiterung von Finanzakteuren, welche es ermöglichen die Reibungen am Kreditmarkt wiederzugeben. Gleichzeitig kann durch diese Anpassung des Modellrahmens, eine entscheidende Reaktion der makroökonomischen Modellierung seit Ausbruch der Finanzkrise dargestellt werden. Um das Modell an die Daten der Eurozone anzugleichen, werden die Parameter mittels Bayesianische Methoden geschätzt. Die Erkenntnisse dieser Untersuchung zeigen, dass die Implementierung des Finanzsektors durch Finanzakteure, entscheidend zum Verständnis von Wirtschaftskrisen beiträgt, insbesondere bei der Betrachtung der wirtschaftlichen Entwicklung seit 2008. Die Analyse der Impuls-Antwort-Funktion bietet eine tiefere Einsicht auf die unterschiedliche Interpretation der beiden Modelle. Hierbei kann gezeigt werden, dass das erweiterte Modell aufgrund eines Staatsausgabenschocks mit einem Rückgang der privaten Investitionen reagiert und somit einen „Verdrängungseffekt“ aufweist, welcher mit dem ursprünglichen Modell nicht nachgewiesen werden konnte. Des Weiteren wird festgestellt, dass das zentrale Element für die Modellierung von Konjunkturschwankungen im Europäischen Wirtschaftsraum, die Berücksichtigung von Preisstarrheit im Unternehmenssektor ist.

Zusammenfassung (Englisch)

The field of macroeconomics has been shaped by enormous progress in recent years, not least because of the global crisis, which revealed the flaws of former macroeconomic models. To capture out-of-equilibrium states, as experienced during the recent crisis, the most promising development for economists are the features proposed by New Keynesian theory. Hence, researchers might ask whether characteristics such as price stickiness, wage stickiness, or habit persistence are quantitatively important for the modelling framework to account for the historical business fluctuations in the European Area. This paper addresses this question on the basis of the prominent Smets and Wouters model, augmenting it with a financial accelerator mechanism to illustrate an important recent development since the financial crisis.To fit the model parameters to the Euro Area data, we apply Bayesian techniques that have become the standard method for estimating DSGE models. Our examination suggests that the integration of the financial sector via entrepreneurship is important for understanding economic downturns, especially in the light of the Great Recession which has its origin in 2008. By exploring the impulse response function, we find an interesting divergence between the benchmark Smets and Wouters model and the extended version with financial frictions. The model including financial frictions predicts a “crowding-out” effect of private investments, by simulating a one standard deviation shock of government expenditure, whereas the benchmark model shows no such reaction. Furthermore, we find that the key characteristic to capturing the propagation of business fluctuations for the European economy is due to frictions in the price setting of firms.