Titelaufnahme

Titel
Revisiting the interposition of states between individuals and international law : with special reference to international internet law / von Matthias Kettemann
Verfasser/ VerfasserinKettemann, Matthias Christoph
Begutachter / BegutachterinBenedek Wolfgang ; Hiebaum Christian
Erschienen2012
Umfang234, XLVII S. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2012
SpracheEnglisch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Internet / Völkerrecht / Natürliche Person / Rechtspersönlichkeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-39452 Persistent Identifier (URN)
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Revisiting the interposition of states between individuals and international law [1.83 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die staatenzentrierte internationale Ordnung ist im Wandel begriffen und die Bedeutung von Individuen als völkerrechtliche Akteure nimmt beständig zu. Doch in den meisten Völkerrechtsregimes tritt der Staat zwischen Völkerrecht und Individuen und mediatisiert diese. Im Licht der Humanisierung, wie sie durch aktuelle Resouveränisierungstendenzen qualifiziert wird, liegt mit dieser Arbeit eine grundlegende Neubewertung der Zwischenschaltung des Staates zwischen Individuum und Völkerrecht vor. Ziel dieser Arbeit ist es, unter Rückgriff auf Lehren, die aus der hohen Effektivität und Legitimität des, die Mediatisierung großteils überwundenen Internet Governance-Regimes gezogen werden können, das optimale völkerrechtliche Regimedesign für die Zukunft herauszuarbeiten. Die Arbeit untersucht zu diesem Zweck, wie mithilfe der funktionalen Analyse die Mediatisierung von Staaten als Standardlösung in völkerrechtlichen Regimes überwunden werden kann. Am Beispiel von Internet Governance werden die Charakteristika eines ?Post-Interposition? Regimes (multistakeholderbasierte Regulierung, nichttraditionelle normative Instrumente und Durchbrechung der Mediatisierung) aufgezeigt und generalisierbare Einsichten für andere Völkerrechtsregimes gewonnen.Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass eine Völkerrechtsordnung, die Mediatisierung als Standard-Setup für völkerrechtliche Akteurszuweisungen überwindet (dabei aber stets dem funktionalen Test genügt, der kontrolliert, dass das Regime in seiner Gesamtheit das Individuum schützt) zu effektiveren und legitimeren normativen Ergebnissen führen kann.

Zusammenfassung (Englisch)

The state-centric international order is in flux and the role of the individual as an actor in international law is growing. Yet in most international law regimes, states continue to interposition themselves between individuals and international law and mediate between international law and their citizens. Against the background of the regime-transcending paradigm of humanization as qualified by resovereignization, this thesis revisits the interposition of states between individuals and international law. From the normative success, as measured by legitimacy and effectivity, of the most innovative post-interposition regime, Internet Governance Law, this thesis draws lessons for the optimal design ? with a focus on the position of individuals ? of (existing and emerging) international law regimes. Innovatively, this thesis describes how functional analysis of the interposition of states, can have a transformative effect on the international order. In the case study of International Internet Law, an emerging legal regime without ?entrenchment bias? towards mediation of individuals by states, this thesis elaborates all characteristics of a post-interposition regime, including a commitment to multistakeholderism, non-traditional normative instruments and system-wide disintermediation. The case study of International Internet Law validates transcending interposition in international law because the regime?s normative results are both largely legitimate and broadly effective.A post-interposition international law, as qualified by functionalism, is best able to respond to the regulatory challenges of an international order shaped by humanization as qualified by resovereignization by institutionalizing organically an allocation of roles, rights and responsibilities to states and individuals that is likely to lead to more effective and legitimate normative outcomes.