Titelaufnahme

Titel
Biologische Abfallbehandlung in der Steiermark und ihr Beitrag zum Klimaschutz / vorgelegt von: Barbara Rauter
Weitere Titel
Biologic waste treatment in Styria and its contribution to climate protection
Verfasser/ VerfasserinRauter, Barbara
Begutachter / BegutachterinPosch Alfred
Erschienen2012
UmfangVII, 165 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM ; Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Steiermark / Biologische Abfallbehandlung / Steiermark / Biologische Abfallbehandlung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-39385 Persistent Identifier (URN)
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Biologische Abfallbehandlung in der Steiermark und ihr Beitrag zum Klimaschutz [9.47 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der aktuellen Situation der biologischen Abfallbehandlung in der Steiermark und zeigt auf, welche Emissionen bei der aeroben und der anaeroben Behandlung, sowie dem Transport der biogenen Abfälle entstehen. Berechnungen in Kombination mit bereits vorliegenden Daten haben ergeben, dass in der Steiermark pro Jahr in etwa 130.000 Tonnen biogener Abfälle anfallen. Knapp 100.000 Tonnen davon sind biogene Siedlungsabfälle. Die restlichen Abfälle stammen aus dem gewerblichen Bereich.Eine Erhebung unter den steirischen Gemeinden und Entsorgungsbetrieben ergänzt mit einer Literaturrecherche hat gezeigt, dass knapp 85 Prozent der biogenen Abfälle in der Steiermark aerob behandelt werden. Ungefähr 10 Prozent werden in einer Biogasanlage vergärt. Die restlichen biogenen Abfälle werden entweder in einer mechanisch-biologischen Abfallbehandlungsanlage verwertet oder in andere Bundesländer exportiert. Die dabei zurückgelegten Transportwege betragen in etwa 570.000 Kilometer und verursachen Emissionen in Höhe von knapp 600 Tonnen CO2-Äquivalenten. Aus den genannten Mengenströmen ergeben sich jährliche Emissionen von rund 3.065 Tonnen CO2-Äquivalenten aus der Kompostierung und eine Emissionsgutschrift von 394 Tonnen aus der Vergärung. Sowohl bei der aeroben als auch bei der anaeroben Behandlung wurden Emissionen durch Energieverbrauch, prozessbedingte Emissionen und etwaige Emissionsgutschriften berücksichtigt.Aus Sicht des Klimaschutzes wäre also die Vergärung die zu bevorzugende Alternative. In Anbetracht der Tatsache, dass Kompost weitere positive Eigenschaften aufweist, wie z. B. Verbesserung der Bodenstruktur und Erhöhung der Biodiversität, ist eine vollkommene Umleitung der Mengenströme hin zur anaeroben Behandlung nicht zielführend. Eine teilweise Umleitung, zur Kompensierung der Emissionen aus der Kompostierung, könnte jedoch in Zukunft angedacht werden, um so die biologische Abfallbehandlung CO2-neutral zu gestalten.

Zusammenfassung (Englisch)

This master thesis deals with the current situation of biological waste management in Styria and shows the emissions caused by aerobic and anaerobic treatment as well as the emissions from transport of bio-waste.Calculations combined with existing data have shown that in Styria 130.000 tons of bio-waste arise every year. Therefrom 100.000 tons are communal bio-waste. The rest comes from hospitals, barracks, retirement homes, gastronomy and food retailing.A survey at Styrian municipalities and waste management enterprises supplemented with literature research has revealed that 85 per cent of Styrian bio-waste is treated in composting plants. 10 per cent will be fermented at a biogas plant. The rest will be exported or treated in a so-called mechanic-biologic waste treatment plant. Collecting all this bio-waste causes nearly 600 tons of CO2-equivalents. In total this means that more than 570.000 kilometres have to be driven.The annual emissions caused by composting come up to about 3.065 tons CO2-equivalents, while from fermentation results an emission credit of 394 tons, but I have to say, that this emission credit includes only the bio-waste that is also suitable for the treatment in composting plants. The emissions balances of both treatment options include emissions from energy consumption, process emissions, but also emission credits, e.g. for carbon fixation and reduction of the use of mineral fertilizers. From the view of climate protection anaerobic treatment has to be preferred. Regarding all other positive attributes of compost, like improvement of soil structure and increase of biodiversity, a total redirecting of bio-waste to biogas plants is unrewarding. On the contrary a partial redirection would make more sense because so the emissions from composting could be compensated and biological waste management in Styria would be CO2-neutral.

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