Titelaufnahme

Titel
Vom Ursprung und der Entstehung von Sprache : die Befreiung vom Paradies / Oeggl Wolfgang Thomas
Weitere Titel
On the origin and the development of language. Deliverance from paradise
Verfasser/ VerfasserinOeggl, Wolfgang Thomas
Begutachter / BegutachterinList Elisabeth
Erschienen2012
Umfang116 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in engl. und dt. Sprache
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Sprachursprung / Sprachursprung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-39327 Persistent Identifier (URN)
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Vom Ursprung und der Entstehung von Sprache [0.81 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ausgehend von den Problemen, die die Frage nach einem Ursprung impliziert, soll in dieser Arbeit gezeigt werden, warum es plausibler erscheint, von einer Entstehung der Sprache aus physischen und kognitiven Fähigkeiten, die im Laufe der Evolution immer höhere Komplexität erreichen, zu sprechen. Als Ausgangspunkt für die Eröffnung des philosophischen Horizonts dient hierfür Platons Dialog ?Kratylos?, in dem in der Auseinandersetzung zwischen naturalistischer und konventionalistischer Theorie bereits die Unmöglichkeit ersichtlich wird, einen der beiden Standpunkte vorzuziehen. Im Zeitalter der Aufklärung entflammten zwischen Theologen und Philosophen hitzige Debatten um den Sprachursprung, die erst nach über hundert Jahren 1866 durch ein Verdikt der Pariser Sprachgesellschaft verstummten. Im Schatten dieser Debatten begann sich eine neue Wissenschaft vom Menschen zu etablieren, die sich 1859 durch Darwins ?Entstehung der Arten? lautstark Gehör verschaffte. Durch die Erkenntnisse, die die Gehirnforschung und die Anthropologie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gewannen, erhielt auch die Sprachforschung neuen Auftrieb. Seit der Jahrtausendwende kursieren in Fachkreisen sensationelle Entdeckungen von Funktionsweisen des menschlichen Gehirns. Thematisch nicht weit entfernt von den Positionen der Aufklärung, sollen sie nun endgültig die empirischen Beweise für unser Sozialverhalten liefern und das Geheimnis der Sprache lüften.Abseits der spektakulären Entdeckungen von Spiegelneuronen oder dem mutmaßlichen Sprachgen, abseits von Universalgrammatiken oder Sprachinstinkten, versucht diese Arbeit eine Analyse der entscheidenden Aspekte menschlicher Sprache und folgt ? wie einst schon Derrida in seiner ?Grammatologie? ? den Spuren des Anthropologen Leroi-Gourhan, der in seinem Werk ?Hand und Wort? konsequent die cerebrale Anpassung auf physische Entwicklungen folgen lässt. ?Die Hand setzt die Sprache frei?, so die Kernaussage seiner These.

Zusammenfassung (Englisch)

Beginning with the problem implied by the search for an Origin, the following work is an attempt to demonstrate why it appears more plausible to speak of a Development of language through physical and cognitive abilities, which grew steadily more complex through the process of evolution. Platos dialog ?Kratylos? will be taken as a point of attack to open the philosophical discussion; for even in that early dialog, with its conflict between naturalist and conventional theory, the impossibility of choosing one of the two points of view over the other becomes evident. During the Enlightenment, fiery debate flared up between theologians and philosophers on the origin of language, which were only muffled after over one hundred years in 1866 by a verdict of the Paris society of language. A new science germinated in the shadow of these debates that garnered riveted attention due to the 1859 publication of Darwin?s Origin of Species. Linguistic studies also received new impetus in the second half of the twentieth century through new developments in the fields of the neurosciences and anthropology. Since the turn of the century, sensational findings on the workings of the human brain have been circulating within these fields. These findings, thematically not too far from the opinions held in the Enlightenment, are said to provide, finally, empirical proof on the origins of human social behavior and thus an answer to the mysteries of language. Beyond the spectacular discovery of mirror neurons, or the purported ?language gene?, beyond notions of ?universal grammar? or ?language instinct,? this paper attempts an analysis of deciding aspects of human language and follows ? as once Derrida did in his Grammatology ? the work of anthropologist Leroi-Gourhan who, in his work Gesture and Speech, rigorously demonstrated the cerebral adaption to physical developments. ?The hand liberates language? is the key idea of his thesis.

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