Titelaufnahme

Titel
Von sterbenden Hühnern und verdorrten Lorbeerbäumchen : eine Untersuchung über die Verwendung von Vorzeichen in den Kaiserviten Suetons / vorgelegt von Isolde Kurzmann-Penz
Verfasser/ VerfasserinKurzmann-Penz, Isolde
Begutachter / BegutachterinTausend Sabine
Erschienen2012
Umfang125 Bl. : 2 Zsfassungen ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Suetonius Tranquillus, Gaius <De vita Caesarum> / Vorzeichen <Volksglaube> / Suetonius Tranquillus, Gaius <De vita Caesarum> / Vorzeichen <Volksglaube> / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-39304 Persistent Identifier (URN)
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Von sterbenden Hühnern und verdorrten Lorbeerbäumchen [1.14 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In der vorliegenden Diplomarbeit wurden die Kaiserviten Suetons hinsichtlich der Verwendung von Vorzeichen untersucht. Dabei wurden folgende Kategorien von Zeichen einer genaueren Analyse unterzogen: Träume, außergewöhnliche Naturphänomene, Opferschau, Vogelschau, Blitzschlag, Sternkonstellationen, das Auffinden von Artefakten, Bemerkungen und Orakel. Bei der Geburt der Herrscher, vor der Übernahme der Herrschaft, vor ihrem Tod und vor bedeutenden politischen und militärischen Aktionen kann eine Konzentration von Zeichen festgestellt werden. Daraus folgernd ergibt sich der Aufbau der Arbeit.Folgende Erkenntnisse konnten aus der Untersuchung gewonnen werden: Im Bereich der Politik und des Einsatzes als Stilmittel liegen die hauptsächlichen Verwendungsmöglichkeiten von Vorzeichen in den Kaiserviten. Im Detail ergibt sich folgendes Bild: Omina unterstreichen die Legitimationsbasis für die eigene Herrschaft. Dabei wird eine bewusste zeitliche und räumliche Positionierung in den Viten deutlich. Sie zeigen die göttliche Erwählung eines Princeps bzw. den göttlichen Schutz, unter dem der Kaiser steht. Sie werden aber auch verwendet, um Topoi festzuschreiben, versteckte Kritik zu üben und Herrscher zu charakterisieren. Gerne stehen Vorzeichen auch im Dienst der Alexanderimitatio. Als Stilmittel haben sie eine erzieherische Funktion, können quasi als ?Warnschilder? auf dem Weg in die Katastrophe verwendet werden, besitzen eine textinterne Klammerfunktion, können eine humoristische Komponente aufweisen und verbinden einzelne Vorzeichenmotive in charakteristischer Weise mit bestimmten Kaisern bzw. Dynastien. Dabei ist festzuhalten, dass sich Sueton an einem schier unerschöpflich erscheinenden Pool bekannter Zeichen bedient, die bereits in einem bekannten Deutungszusammenhang vorliegen.

Zusammenfassung (Englisch)

In this diploma thesis, we examined the use of premonition signs in ?The Twelve Caesars? by Suetonius, with special attention to the following categories: dreams, unusual natural phenomena,extispicy,haruspicy, lightning strikes, star constellations, discovery of artefacts, observations, and oracle. Interesting concentrations of premonition signs can be established at the birth of the (future) sovereigns, before their takeover of sovereignty, their death, or prior to important, meaningful political or military events. The acknowledgment of signs along this timeline provides the structure to this paper. The following findings have been derived from the investigation: Premonition signs are mainly brought into play dealing with political themes and as stylistic tools. When examining this in detail, we recognise a specific purpose: Portents and presages stress and emphasize the legitimacy of the Caesar's sovereignty and dominion, and in ?The Twelve Caesars? this is clearly done by means of a careful choice of when and where to place them. Premonitions are thought to reveal that the ruler has been designated by divine election and that the Caesar thus enjoys divine protection.Additionally they are used to define and codify topoi, to veil criticism and to portray the Caesar. Furthermore premonition signs can be useful to accomplish the imitatioAlexandri.Used asa stylistic tool, they have an educational function, a sort of "forewarning" sign on the way to disaster. Premonitions can be used as inner textual parentheses, they can reveal a certain quality of humour; and finally - through use of similar images - characterize specific Caesars or dynasties.In his work Suetonius can (and certainly does) use an almost inexhaustible collection of well known and already clearly interpreted images.