Titelaufnahme

Titel
Überprüfung der Text-, Grafik- und Problemlösekompetenz von Schüler/innen mittels neu entwickelter Aufgabestellungen / Sonja Enzinger
Verfasser/ VerfasserinEnzinger, Sonja
Begutachter / BegutachterinSimon Uwe
Erschienen2012
Umfang101 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Schüler / Biologie / Denkspiel / Problemlösen / Übung / Schüler / Biologie / Denkspiel / Problemlösen / Übung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-39135 Persistent Identifier (URN)
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Überprüfung der Text-, Grafik- und Problemlösekompetenz von Schüler/innen mittels neu entwickelter Aufgabestellungen [4.04 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Da kompetenzorientierte Aufgabenstellungen zurzeit nur im geringen Ausmaß zur Verfügung stehen, ist das Ziel dieser Untersuchung die Entwicklung neuer kompetenzorientierter Aufgaben für den Biologieunterricht, mit denen eine Überprüfung von Text-, Grafik- und Problemlösekompetenz möglich sein soll. Diese Studie untersucht, ob es bei mehrmaligem Kontakt mit kompetenzorientierten Aufgaben zu einem Übungseffekt kommt, ob die Motivation der SchülerInnen die Ergebnisse beeinflusst und ob Aufgaben zur Problemlösung im Vergleich mit Text- oder Grafikaufgaben schlechter gelöst werden. Um diese Fragen zu klären, wurden in vier Grazer Schulen je zwei Klassen der 10. Schulstufe untersucht. Eine der beiden Klassen wurde in eine Versuchsgruppe und eine Kontrollgruppe unterteilt. Diese beiden Gruppen erhielten eine theoretische Einführung über wissenschaftliche Experimente und nach neun Wochen einen Abschlusstest. Nur die Versuchsgruppe erhielt auch über den Versuchszeitraum in regelmäßigen Abständen Übungsaufgaben. Die andere Klasse derselben Schule diente als Nullgruppe und erhielt nur den Abschlusstest. Alle SchülerInnen füllten einen Fragebogen aus, mit dem unter anderem das Geschlecht sowie das Interesse für Naturwissenschaften und Denkaufgaben erhoben wurden. Die Ergebnisse wiesen auf einen hohen Einfluss der Motivation hin, erst bei Berücksichtigung dieses Faktors konnten signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen errechnet werden. Die Versuchsgruppe schnitt sowohl bei Problemlöse- (p = 0,001, U-Test) als auch bei Text- (p = 0,023, U-Test) und Grafikfragen (p = 0,047, U-Test) signifikant besser ab als die Nullgruppe. Zwischen Versuchs- und Kontrollgruppe bzw. Kontroll- und Nullgruppe wurden keine signifikanten Unterschiede gefunden. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass es zwar zu einem Übungseffekt kommt, aber die Motivation der SchülerInnen stärker ins Gewicht fällt. Gesteigerte Interessen für Biologie und Denkaufgaben wirkten sich positiv auf die Ergebnisse aus.

Zusammenfassung (Englisch)

So far there is only a limited supply of competence oriented tasks. Therefore the aim of this work was the development of new such tasks for teaching biology. The exercises presented in this study should enable teachers to test their students for text competence, graphical competence and the competence to solve problems. This study investigates whether repeated contact with competence oriented tasks results in a better performance, whether the pupils? motivation has an influence on the results and whether problem solving represents a greater challenge compared to text and graphical assignments.To investigate those questions eight grade ten classes of four secondary schools were tested with two classes from each school. One class was separated into a control and an experimental group. Both were confronted with a theoretical introduction to scientific experimentation and had to participate in a final test after nine weeks. Only the experimental group received two additional exercises in between. The other class was the reference group; they only attended the final test without further practice. All pupils had to fill out a questionnaire concerning sex, interest in natural sciences and their interest in brain-teasers. The results indicated a strong influence of motivation. Only when taking motivation into account a significant difference between groups was found: The experimental group performed significantly better than the reference group in all three tasks (problem solving: p = 0,001, U-Test; text tasks p = 0,023, U-Test; graphical tasks p = 0,047, U-Test). No differences were found between the experimental group and the control group nor the control group and the reference group. These findings imply that repetition has a positive effect but that pupils? motivation is more important for solving the tasks developed here. Heightened interest in biology and brain-teasers also resulted in better performance.