Titelaufnahme

Titel
Entwürfe von Grazer Vereinen gegen eine neoliberale Politik / vorgelegt von Valentin Stigler
Verfasser/ VerfasserinStigler, Valentin
Begutachter / BegutachterinHeimgartner Arno
Erschienen2012
Umfang92 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Neoliberalismus / Neoliberalismus / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-38875 Persistent Identifier (URN)
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Entwürfe von Grazer Vereinen gegen eine neoliberale Politik [0.47 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ich habe in meiner Arbeit versucht zwei Fragen zu beantworten: Was ist unter Neoliberalismus zu verstehen? Gibt es in Graz Vereine, die alternative Entwürfe dazu leben. Dazu habe ich folgende Strategie verfolgt. Ich habe im ersten Teil der Arbeit verschiedene Diskurse zum Begriff Neoliberalismus vorgestellt. Dabei unterscheide ich zwischen vier verschiedenen Zugangsweisen zu dem Begriff. Zum einen der Zugang, Neoliberalismus als Theorie und intellektuelle Bewegung zu verstehen. Weiters gibt es Diskurse zum Neoliberalismus, die versuchen den Begriff über seine politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen zu interpretieren. Außerdem habe ich die foucaultsche Perspektive der Gouvernementalität präsentiert, die ein weiteres Verständnis von Neoliberalismus darstellt. Die vierte und letzte Perspektive des Postneoliberalismus stellt schließlich die Frage, ob Neoliberalismus als Konzept schon von anderen Begriffen überholt worden ist. Im empirischen Teil der Arbeit stelle ich sechs verschiedene Vereine/Projekte aus Graz vor, die durch ihre Entwürfe Aspekte der neoliberalen Theorie und Praxis in Frage stellen und kritisieren. Dazu gehe ich im Interpretationsteil einen Zweischritt. Im ersten Schritt stelle ich die Vereine interpretierend dar. Im zweiten Schritt verbinde ich meine Interpretationen mit der oben angeführten Theorie zum Neoliberalismus und arbeite so Bruchstellen zwischen der Praxis der Vereine und den neoliberalen Ansätzen heraus. Durch die Gegenüberstellung der gelebten Gegenentwürfe mit der neoliberalen Theorie wird eine andere Art zu denken und zu leben sichtbar. So werden etwa Maximen wie Wettbewerb und Konsum durch Vorstellungen von einem sozialen Miteinander und einer Kultur des do-it-yourself ersetzt. Die Arbeit zeigt zum Einen die komplexen Diskurse zum Thema Neoliberalismus auf und versucht kritisch verschiedene Aspekte zu dem Begriff herauszuarbeiten. Zum Anderen zeigt sie alternative Arbeits- und Lebensentwürfe zum herrschenden Paradigma.

Zusammenfassung (Englisch)

I tried to answer two main questions in my master thesis. What does the term 'neoliberalism' mean? And do societies in Graz exist which live different concepts to neoliberal politics? To answer these questions I used the upcoming methods. In the theoretical part of my thesis, I showed different discourses on the topic neoliberalism. I have distinguished between four aspects of neoliberalism. First there is the way of understanding neoliberalism as theory and as an intellectual movement. Second there are discourses which define neoliberalism through its political and societal effects. Third I introduced the perspective of gouvernementality from Michel Foucault. The fourth and final perspective of postneoliberalism, asks, if neoliberalism as a concept is already outdated. In the empirical part of my thesis I take a look at six different societies in Graz, which criticize neoliberalism through the way they act and live together. I have done two different interpretations of my data. First i describe the six societies through my point of view. In the second step i try to connect my interpretations of societies with the discourses about neoliberalism. By comparing these concepts of societies, I think it is possible to define a new way of thinking and living. Maxims like competition and consume are exchanged by social cooperation and the do-it-yourself culture. With this thesis I try to show on the one hand the complex academic discussions of the topic neoliberalism, and try find a critical perspective to it. On the other hand I show different ways of working and living other then the hegemonic paradigm.