Titelaufnahme

Titel
Eingeschränkte Rationalität und Anomalien von Managemententscheidungen / Michael Schmidt
Verfasser/ VerfasserinSchmidt, Michael
Begutachter / BegutachterinWagenhofer Alfred
Erschienen2012
UmfangIII, 80, X Bl. : 2 Zsfassungen
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Führungsentscheidung / Rationalität / Führungsentscheidung / Rationalität / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-38846 Persistent Identifier (URN)
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Eingeschränkte Rationalität und Anomalien von Managemententscheidungen [0.64 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die zentrale Denkfigur in der Ökonomie ist der Homo oeconomicus. Dieses Modell stellt den Idealtypus der ökonomischen Handlungstheorie dar. Der Homo oeconomicus ist ein Nutzenmaximierer, welcher rational in Bezug auf seine Zielfunktion handelt. Auf normativer Ebene ist das Modell unumstritten. Auf deskriptiver Ebene gelingt es dem Modell nicht immer, menschliches Entscheidungsverhalten zu erklären. Das vorrangige Ziel dieser Masterarbeit ist es, die systematischen Abweichungen vom Entscheidungs-verhalten eines Homo oeconomicus aufzuzeigen. Im Fokus stehen dabei jene Anoma-lien, welche auf die begrenzten kognitiven Fähigkeiten von Individuen zurückzuführen sind. Im ersten Teil der Arbeit werden entscheidungstheoretische Grundlagen wie das Bernoulli-Prinzip und die Prospekt Theorie dargestellt. Es folgt ein Exkurs über das Modell des Homo oeconomicus. Um Abweichungen vom rationalen Entscheidungsver-halten darstellen zu können, wird im zweiten Teil der Arbeit der Begriff der Rationalität näher betrachtet. Dazu werden auch die unterschiedlichen Konzepte von eingeschränk-ter Rationalität vorgestellt. Im dritten Teil der Arbeit werden die Anomalien des Ent-scheidungsverhaltens sowie deren kognitiven Prozesse dargestellt. Abschließend wird im vierten Teil der Arbeit die ökonomische Relevanz dieser Entscheidungsanomalien diskutiert. Dabei wird auch auf die Rolle von Institutionen zur Verhinderung dieser Anomalien eingegangen. Weiters wird die Rolle des Controllings als rationalitätssi-chernde Institution im Unternehmen diskutiert, und es werden mögliche Maßnahmen zur Vermeidung dieser Anomalien dargestellt. Im innerbetrieblichen Entscheidungspro-zess stellen Controller/in und Manager/in ein Team dar, in welchem der/die Controller/in die Rolle des kritischen Counterparts einnimmt. Um dieser Rolle gerecht zu werden, sollten Controller/innen neben fundiertem Fachwissen auch über entsprechende psychologische Kenntnisse verfügen.

Zusammenfassung (Englisch)

The central character of economy is the homo oeconomicus, which is a model that rep-resents the ideal of economic behavioral theory. The homo oeconomicus acts according to its maximum of utility and it also acts rationally in terms of its own target function. In a normative view the model is indisputable. However, in a descriptive view the model does not always succeed in explaining human decision behavior. The main goal of this master thesis is to show the systematic deviations of the model of the homo oeconomicus in terms of its decision behavior. The focus is thereby set on the anomalies which are caused by the limited cognitive competences of individuals. In the first part of the thesis paper the basic principles of decision-making theory like the Bernoulli-principle and the prospect theory are illustrated. This is followed by an excursus on the model of the homo oeconomicus. The second part of the thesis paper focuses on the term rationality, with the objective to illustrate the deviations of rational decision behav-ior, followed by an introduction into the different concepts of limited rationality. In the third part of the paper the anomalies of the decision behavior, as well as the cognitive processes that go with it, are illustrated. Finally, in the fourth part of the paper the eco-nomic relevance of these anomalies of decision-making are discussed, including the analysis of the significance of institutions in preventing these anomalies. Furthermore, the role of the controlling as an institution that secures rationality is discussed, and pos-sible measures for a prevention of these anomalies are introduced. As for internal deci-sion-making processes, the controllers and managers represent a team, in which the con-troller has taken over the function of the critical counterpart. In order to live up to the requirements of this function, it is advisable for controllers to have adequate psycholog-ical skills besides their in-depth expertise.