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Title
Targeted Killing - die Lizenz zum Töten? / von Stefan Trabe
AuthorTrabe, Stefan
CensorBenedek Wolfgang
Published2012
DescriptionIX, 95 Bl. : Zsfassung
Institutional NoteGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (GND)USA / Todesschuss / Terrorist / Jemen / Pakistan / Völkerrecht / Menschenrecht / USA / Todesschuss / Terrorist / Jemen / Pakistan / Völkerrecht / Menschenrecht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-38802 Persistent Identifier (URN)
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Targeted Killing - die Lizenz zum Töten? [0.76 mb]
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Abstract (German)

Das Thema der Arbeit ist eine völkerrechtliche Analyse der Praxis der gezielten Tötungen von mutmaßlichen Terroristen im Ausland. Den Schwerpunkt des Themas bilden dabei speziell die von der US-Regierung vorgenommenen gezielten Tötungen durch unbemannte Drohnen im Jemen und in Pakistan. Im I. Abschnitt der Arbeit werden dazu zunächst die Begriffe des Terrorismus und einer gezielten Tötung definiert. In diesem Abschnitt werden auch die sich daraus ergebenden juristischen Fragen umrissen. Nämlich ob die Praxis der gezielten Tötung von Terroristen im Ausland mit dem Selbstverteidigungsrecht nach Art. 51 UN-Charta, mit dem humanitären Völkerrecht oder mit den Menschenrechten vereinbar sind. Darauf wird im II. Abschnitt untersucht, ob das Selbstverteidigungsrecht nach Art. 51 auch auf Angriffe von privaten Akteuren anwendbar ist und welche Konsequenzen sich daraus in Bezug auf eine gezielte Tötung durch eine Drohne ergeben. Im III. Abschnitt wird folglich der Frage nachgegangen, ob das Regelungsregime des humanitären Völkerrechts auf die Situationen im Jemen und in Pakistan Anwendung findet. Schlussendlich soll beantwortet werden, ob ein Terrorist als Kombattant oder als Person, die direkt an Feindseligkeiten teilnimmt, das legitime Ziel einer gezielten Tötung sein kann. Der IV. Abschnitt beschäftigt sich anschließend mit der Frage, ob durch eine gezielte Tötung das Menschenrecht auf Leben verletzt werden kann. Denn die Menschenrechtsverträge erlauben die Anwendung von tödlicher Gewalt unter bestimmten Voraussetzungen. Ob diese Voraussetzungen in Bezug auf die Tötungen im Jemen und in Pakistan vorliegen, wird am Ende dieses Abschnittes beantwortet. Im V. Abschnitt werden schlussendlich die Ergebnisse der vorangegangenen Abschnitte zusammengefasst.

Abstract (English)

The topic of this thesis is a comprehensive analysis of the practice of Targeted Killing of suspected terrorists in international law. The emphasis lies in the state sponsored killings by the means of drones by the US administration that occur in Yemen and in Pakistan. The first section of this thesis deals with the definitions of Terrorism and the notion of Targeted Killings. Furthermore this section shows the legal problems that arise because of the use of drones. The questions are whether Targeted Killings may be justified under the right of self-defence as enshrined in Art. 51 UN-Charta, under the regime of international humanitarian law or whether they are lawful under international human rights law. The second section takes a detailed look onto the employment of Art. 51 UN-Charta regarding an armed attack by non-state actors and the resulting consequences. The third section deals with the employment of international humanitarian law regarding the situations in Yemen and Pakistan. The main question is, whether terrorists may be classified as combatants or persons that take direct participation in hostilities. If so, they may be lawfully targeted. The fourth section deals with international human rights law. International human rights law permits the use of deadly force under certain circumstances. The analysis in this section tries to show, whether these circumstances are given or not. The fifth section finally sums up the preceding results and contains a brief resume.