Titelaufnahme

Titel
Räumliche Distanz auf Interaktionsebene und ihre soziologischen Aspekte. Eine theoretische raumsoziologischen Analyse / Thomas Brunner
Verfasser/ VerfasserinBrunner, Thomas
Begutachter / BegutachterinMoebius Stephan
Erschienen2012
Umfang84 Bl. : 2 Zsfassungen
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Interaktion / Abstand / Interaktion / Abstand / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-38711 Persistent Identifier (URN)
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Räumliche Distanz auf Interaktionsebene und ihre soziologischen Aspekte. Eine theoretische raumsoziologischen Analyse [0.78 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Alltag spielen interpersonale Distanzen sowie räumliche Anordnungen und Lokalisationen von Menschen und Dingen eine wichtige Rolle. Die vorliegende theoretische raumsoziologische Analyse anhand einer Literaturstudie soll dazu beitragen, sich dieses Umstandes bewusster zu werden und in weiterer Folge Reflexionen über räumliche Konstellationen und deren Auswirkungen auf soziales Handeln anregen. Der Fokus der Arbeit liegt einerseits auf den biologischen und kulturellen Ursprüngen des Distanzverhaltens und andererseits auf der Interaktionssoziologie von Erving Goffman. Die zentrale Fragestellung lautet: Wie wirkt sich Distanzhandeln auf soziale Interaktionen aus? Nach einer Einführung in die Raumsoziologie wird durch die Beschreibung der soziologischen Proxemik und der vier Distanzzonen von Edward T. Hall versucht, eine reflektierte Behandlung des Distanzverhaltens zu ermöglichen. Auch die ?Territorien des Selbst? von Erving Goffman, sowie seine damit zusammenhängenden Begriffe ?Markierung? und ?Verletzung? tragen dazu bei, dass die zentrale These, dass räumliches und distanzorientiertes Handeln omnipräsent in sozialen Interaktionen ist, bestätigt werden kann. Situationsdefinitionen und in weiterer Folge soziale Handlungen werden durch die räumlichen Verhältnisse und die interpersonalen Distanzen beeinflusst. Alles was passiert, geschieht in einem räumlichen Setting, und das Design dieses Settings hat einen bedeutenden und permanenten Einfluss auf die Menschen und ihre Interaktionen. Neben der kulturellen Heterogenität menschlichen Distanzverhaltens müssen diverse andere individuelle, interpersonale bzw. situationelle Faktoren der Distanzvariation beachtet werden. Vor allem die subjektive Wahrnehmung von räumlichen Begebenheiten spielt eine entscheidende Rolle in sozialen Interaktionen.

Zusammenfassung (Englisch)

Interpersonal distances and spatial arrangements as well as locations of people and things play an important role in everyday life. The present theoretical space-sociological analysis based on a literature study will help to be more conscious about this circumstance and subsequently initiate reflections on spatial configurations and their impact on social action. The focus of this work lies on the one hand on the biological and cultural origins of distance behavior and on the other hand on the interaction sociology by Erving Goffman. The central question is: How does distance acting affect social interactions? After an introduction to the sociology of space a reflected treatment of distance-behavior will be enabled through the description of the sociological proxemics and the four distance zones by Edward T. Hall. Even the territories of the self by Erving Goffman and his related terms ?label? and ?injury? contribute to the fact that the central thesis that spatial and distance-oriented action is omnipresent in social interactions can be confirmed. Definitions of the situation and subsequently social actions are influenced by the spatial relationships and the interpersonal distances. Everything that happens occurs in a spatial setting and the design of this setting has a significant and permanent impact on the people and their interactions. In addition to the cultural diversity of human distance-behavior various other individual, interpersonal and situational factors of distance-variation have to be considered. In particular, the subjective perception of spatial conditions plays a crucial role in social interactions.