Titelaufnahme

Titel
Die Ameisen Kärntens / Herbert Christian Wagner
Verfasser/ VerfasserinWagner, Herbert Christian
Begutachter / BegutachterinEbermann Ernst
Erschienen2012
Umfang313 Bl. : 2 Zsfassungen ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzKB2012 24
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Kärnten / Ameisen / Verzeichnis / Kärnten / Ameisen / Verzeichnis / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-38652 Persistent Identifier (URN)
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Die Ameisen Kärntens [5.61 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit hat eine monographische Darstellung der Ameisen Kärntens zum Ziel. Die Erforschungsgeschichte begann im Jahre 1855 durch Gustav Mayr. Meilensteine der Myrmekologie Kärntens im 20. Jahrhundert setzte Emil Hölzel unter anderem durch die Erstellung des Buches ?Ameisen Kärntens?. Eine Checkliste und Rote Liste erschien im Jahr 1999.Im Zuge der gegenständlichen Arbeit wurden frühere Literaturangaben nach dem aktuellen Stand der Forschung hinterfragt. Die ausgewerteten Daten setzen sich aus Literaturangaben und aktuellen Aufsammlungen zusammen. 4411 Datensätze kamen zur Auswertung. Die vorgelegte Checkliste umfasst 92 aus Kärnten bekannte Ameisenarten. 22 Spezies (24 %) leben sozialparasitisch in Abhängigkeit von anderen Ameisenarten.Steckbriefe der Kärntner Ameisen werden vorgelegt: Diese enthalten die Zahl der Nachweise, Zitate bisheriger Nennungen in der Literatur, Angaben zur Vertikal- und Horizontalverbreitung, Biologie, Myrmekophilie, Habitatwahl und Gefährdung in Kärnten. Ein Großteil der Ameisen Kärntens ist aus zoogeografischer Sicht relativ zu anderen Tiergruppen homogen über Österreich verbreitet, Ausnahmen sind beispielsweise die in Ostösterreich fehlenden Arten Temnothorax sordidulus und Formica cinerea. Der über die Präsenz einzelner Arten in Lebensräumen bestimmende Faktor ist oft die Konkurrenz zu verwandten Arten.Sämtliche Ameisenarten Kärntens wurden hinsichtlich ihrer bundeslandweiten Gefährdung eingestuft: 9 % sind vom Aussterben bedroht, 13 % stark gefährdet, 11 % gefährdet, 11 % droht die Gefährdung, 41 % sind ungefährdet, 12 % aufgrund des Mangels an Daten nicht einstufbar und 3 % aufgrund (vermutlich) fehlender Autochthonie nicht eingestuft. Zentrale Gefährungsursachen sind die Zerstörung von Flussuferbereichen, v. a. Heißländen, und ein Rückgang von xerothermem Offenland in tieferen Lagen. Ameisen stellen sensible Bioindikatoren dar und sollten vermehrt im fachlichen Naturschutz zum Einsatz kommen.

Zusammenfassung (Englisch)

This master thesis aims to give a monographic overview on the ants of Carinthia. The history of research started in 1855 with Gustav Mayr. Milestones of myrmecology in Carinthia were set by Emil Hölzel, who published the book ?Ameisen Kärntens?. A checklist and Red List was printed in the year 1999 by W. Rabitsch, C. Dietrich and F. Glaser.In the course of this thesis, published literature was challenged in the light of present day knowledge. The evaluated data consist of bibliographical references and recently collected material. 4411 records were evaluated. The checklist now includes 92 ant species known from Carinthia. 22 species (24 %) are living as social parasites and are dependent on other ant species.Specifications of the ant fauna of Carinthia are presented: They include the number of records mentioned in the literature, descriptions of vertical and horizontal distribution, biology, records of myrmecophilous arthropod species, habitat selection and threat status in Carinthia. Most of the Carinthian ant species are distributed throughout Austria, exceptions to this rule are Temnothorax sordidulus und Formica cinerea, which are absent in eastern Austria. The limiting factor of the presence of single species in habitats is often the competition with related species.The threat status for all Carinthian ant species was classified: 9 % are critically endangered, 13 % are endangered, 11 % are vulnerable, 11 % are near threatened, 12 % are not evaluated because the data are deficient, 3 % are not evaluated because (probably) they are not autochthonous. The most important reasons are the riverine regulation, leading to the loss of ?Heißlände? areas, and the decrease of xerothermous openland in lower altitudes. Ants are appropriate bioindicators and should be used for environmental impact assessments more frequently.