Titelaufnahme

Titel
PMCs und internationaler Menschenrechtsschutz - Die Bindung privater Militärunternehmen an Menschenrechte / vorgelegt von Reinmar Manfried Nindler
Verfasser/ VerfasserinNindler, Reinmar
Begutachter / BegutachterinBenedek Wolfgang
Erschienen2012
UmfangVI, 157 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Privates Militärunternehmen / Menschenrecht / Privates Militärunternehmen / Menschenrecht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-38497 Persistent Identifier (URN)
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PMCs und internationaler Menschenrechtsschutz - Die Bindung privater Militärunternehmen an Menschenrechte [1.68 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts bildete sich eine neue Ausformung des jahrtausendealten Berufsstandes des Söldners. Es entstanden private Militärunternehmen (PMCs), die nun militärische Leistungen im Rahmen einer modernen Unternehmensstruktur erbringen. Das Ende des Kalten Krieges und der Zusammenbruch des Ostblocks führten in Verbindung mit asymmetrischen Konflikten zu einem enormen Boom der Branche der PMCs, die aus der modernen Kriegsführung, aber auch als Akteure in Krisen- und Konfliktgebieten, inzwischen nicht mehr wegzudenken sind. In mehreren Case Studies wird die Tätigkeit von PMCs in drei verschiedenen Weltregionen mit besonderem Augenmerk auf den Menschenrechtsschutz gegenüber diesen privaten militärischen Akteuren analysiert und auch ihre Tätigkeit im Dienste der Vereinten Nationen und von NGOs in die Betrachtung einbezogen. Weiters wird die Stellung von PMCs und ihren Mitarbeitern im Völkerrecht skizziert. Außerdem wird die Bindung von PMCs an Menschenrechte untersucht, wobei nicht nur die diesbezügliche Wirksamkeit völkerrechtlicher Verträge mit Bezug zum Söldnertum betrachtet wird, sondern auch andere Institutionen und Instrumente, wie Internationale Gerichtshöfe und nicht bindende Ansätze, wie das Montreux Dokument, auf ihre möglichen Beiträge zur Bindung von PMCs an Menschenrechte hin untersucht werden. Ein Kapitel über die Weiterentwicklung des Menschenrechtsschutzes gegenüber PMCs durch aktuelle Ansätze und Konzepte, wie beispielsweise eine internationale Konvention oder die freiwillige Selbstbindung, gibt einen Überblick über mögliche zukünftige Entwicklungen und Möglichkeiten in Bezug auf die Bindung von PMCs an Menschenrechte. Diese Bindung ist zur Zeit auf Grund unzureichender internationaler, regionaler und nationaler Regelungen in Bezug auf private Militärunternehmen nicht gegeben, ein wirksamer Ansatz wie eine internationale Konvention wird nur durch den Einsatz der Zivilgesellschaft zu erreichen sein.

Zusammenfassung (Englisch)

During the first half of the last century a new form of the millennia-old profession of the mercenary emerged. Private military companies (PMCs) came into being, which are performing military actions within the framework of a corporate structure. The end of the Cold War and the collapse of the Eastern Bloc, combined with asymmetric conflicts, led to an enormous boom within the PMC-branch. Modern warfare cannot be imagined without those companies, which are also important actors in zones of conflict or crisis. Several case studies are used to analyze the actions of PMCs in three different regions of the world, with a special focus on human rights protection against those private military actors. Also their actions in service of the United Nations and NGOs are included in the considerations. Furthermore, the position of PMCs and their employees in international law is outlined. Moreover it is analyzed how human rights are protected against actions of PMCs, looking at international treaties regarding mercenarism as well as at other institutions and instruments, like international courts and non-binding approaches, e.g. the Montreux Document. A chapter on further developments of human rights protection against PMCs by contemporary approaches and concepts, like an international convention or voluntarily self-imposed obligations, provides an overview on possible future developments and possibilities regarding human rights obligations of PMCs. At the present, regulation of private military companies is insufficient, at the international, regional and national level, regarding human rights obligations. An effective approach like an international convention can only be achieved by efforts of the civil society.