Titelaufnahme

Titel
Die Rechtsstellung der Frau im Islam : eine rechtshistorische Darstellung am Beispiel Persien/Iran / von Mandana Rezaeian
Verfasser/ VerfasserinRezaeian, Mandana
Begutachter / BegutachterinPrettenthaler-Ziegerhofer, Anita
Erschienen2012
UmfangIII, 79 Bl. : Zsfassung (1 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Iran / Frau / Rechtsstellung / Islam / Recht / Iran / Frau / Rechtsstellung / Islam / Recht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-38474 Persistent Identifier (URN)
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Die Rechtsstellung der Frau im Islam [0.79 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Frauenrechte im Iran beruhen überwiegend auf der Shari`a (islamisches Recht). Das Geschlechterrollenverständnis beinhaltet ein von Patriarchat geprägtes, islamisches Frauenbild. Nach diesem Frauenbild wird die Identität der Frau in ihrer Eigenschaft als Ehefrau und Mutter begründet. Auf diesem Frauenideal baut die gesamte Verfassung idgF. von 1979 auf. Frauen werden sowohl auf verfassungs- als auch auf einfachgesetzlicher Ebene diskriminiert. Die Verfassung basiert auf dem Staatskonzept (velayat- e faqih) des ehemaligen Religiösen Führers Ayatollah Khomeini. Charakteristisch für dieses Staatskonzept ist etwa, dass die obersten Staatsämter von hohen Geistlichen bekleidet werden. Die Wortlautauslegung der Verfassung schließt Frauen nicht aus den genannten Ämtern aus, doch sieht die Verfassungswirklichkeit so aus, dass Frauen grundsätzlich nicht in diese Ämter gewählt werden. Die Verbesserung von Frauenrechten durch Gesetzesänderungen unterliegt aufgrund des zweistufigen iranischen Gesetzgebungsverfahrens zahlreichen Barrieren. Denn der Wächterrat ist für die Überprüfung aller - vom Parlament verabschiedeten Gesetze - auf ihre Islam- und Verfassungskonformität zuständig und verhindert in dieser Funktion ?reformistische?, Frauen und Männer gleichbehandelnde Gesetze durch sein Vetorecht. Bereits gegen Ende des 19.Jahrhunderts hat sich eine Frauenbewegung etabliert. In den letzten drei Jahrzehnten hat sich außerdem ein Islamischer Feminismus entwickelt. Die iranischen Frauenrechtlerinnen versuchen mit Argumentationen, die allesamt islamisch begründet werden eine Befreiung vom Patriarchat und die rechtliche und soziale Gleichheit von Frauen und Männern zu erreichen.

Zusammenfassung (Englisch)

Women`s rights in Iran are mainly based on the shari`a. The gender role implies a patriarchal and Islamic view of women. According to this perception women are primarily identified as wives and mothers. The constitutional amendment in 1979 refers to this image of women. Women are discriminated in jurisdiction. The former religious leader Ayatollah Khomeini established a concept of state (velayat-e faqih) on which the Constitution is based on. A characteristic feature of this concept is the state that supreme government positions are held by clerics. The wording of the Constitution does not exclude women from the mentioned offices. Nevertheless women are generally (apart from some exceptions) not elected for these positions. The legislative procedure is the reason why the improvement of the legal status of women is prevented. The Guardian Council is responsible for reviewing all laws passed by parliament and controls its conformity within the Islamic and constitutional law. In this function laws in need of reform, which treat women and men equal are prevented. In the late ninetieth century a women`s movement has been established. In the last three decades an Islamic feminism has developed. The Iranian feminists are trying to use arguments, which are justified by Islam to achieve liberation from patriarchy as well as the legal and social equality of women and men.