Titelaufnahme

Titel
Adverse Selection und Hidden Information: Anwendungen im Accounting / Thomas Bernsteiner
Weitere Titel
("Adverse selection and hidden information: Applications in Accounting")
Verfasser/ VerfasserinBernsteiner, Thomas
Begutachter / BegutachterinEwert Ralf
Erschienen2012
UmfangVIII, 72 Bl. : 2 Zsfassungen
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Wirtschaftsprüfung / Agency-Theorie / Informationsaustausch / Wirtschaftsprüfung / Agency-Theorie / Informationsaustausch / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-38157 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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Adverse Selection und Hidden Information: Anwendungen im Accounting [0.44 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Aufgrund ausgedehnter Bilanzmanipulationsskandale wurde das Vertrauen der Investoren in die Wirtschaftsprüfung und Kapitalmärkte massiv erschüttert.Informationsasymmetrien und daraus resultierende Konflikte zwischen Eigner, Manager und Wirtschaftsprüfer ziehen die Gefahr eigennütziger Bestrebungen nach sich. Diese führen zu einem enormen Schaden für die Allgemeinheit.Gemäß Prinzipal-Agent-Theorie besitzen Informationsasymmetrien zugunsten des Agenten und opportunistische Tendenzen beider Parteien erhebliches Konfliktpotential. Zudem spielen unterschiedliche Risikoneigungen eine erhebliche Rolle.Der Prüfer sieht sich neben wirtschaftlichen und berufsethischen Fragen auch mit rechtlichen Konsequenzen konfrontiert. Die spieltheoretische Sicht zeigt, dass ein zusätzliches Beratungsverbot und ein Gebot zur externen Prüferrotation nicht die Potentiale haben, das Problem der Informationsasymmetrie zu lösen.Das gleichzeitige Ausführen von Prüfungs- und Beratungsleistungen ist aufgrund der gefährdeten Urteilsfreiheit bedenklich. Dem agency-theoretischen Modell entsprechend wird der Prüfer, in Form von Beratungshonoraren, für abhängiges Verhalten entlohnt. Diese Tätigkeit verringert das Vertrauen in geprüfte Jahresabschlüsse.Verschärfte Haftung am Primärmarkt scheint zunächst gerechtfertigt, würde jedoch zu einem intensiveren Prüfungsaufwand und damit zu einem höheren Prüfungshonorar führen.Studien zeigten, dass zweistufige Wahrscheinlichkeitsverteilungen Ambiguitätsaversion verursachen. Im Modellkontext wird vermittelt, dass ambiguitätsaverse Wirtschaftsprüfer, bei unpräzise definierten Sorgfaltsstandards, nicht unbeschränkt für ihre Fehler haften sollten. Der Prüfer weiß zum Zeitpunkt der Prüfung nicht, wann der Prüfungsstandard erfüllt ist. Die Wahrscheinlichkeit eines Schadens und in zweiter Stufe die Wahrscheinlichkeit, dass ein Gericht fahrlässiges Verhalten erkennt, wird durch den Sorgfaltsaufwand bestimmt.

Zusammenfassung (Englisch)

Due to financial scandals concerning the manipulation of accounts, the confidence of investors in auditing and capital markets has been seriously shaken.Asymmetries of information provoke conflicts between shareholder, manager and auditor. As a consequence the risk of selfish behaviour is increasing. This fact results into enormous damage for all parts concerned.In this context asymmetries of information in the agents favour and opportunistic tendencies of both parties may cause considerable conflicts, according to principal-agent-theory. In addition, different kinds of risk disposition play an important role. The auditor is being faced with financial and ethical issues, as well as with legal effects.The game theory acts upon the assumption that additional prohibition of consulting and the precept of external auditor rotation may not solve the problem of asymmetric information.The concurrent operating as an auditor and a consultant is questionable because of the endangered liberty of judgement. Corresponding to the agency theory model the auditor is being paid for dependent behaviour. This function diminishes the trust in certified annual reports.Tightened liability on the primary market seems to be justified at first sight, but leads to a more intensive auditory effort and as a consequence to higher fees. Many papers illustrated that two-stepped distributions of probability cause aversion of ambiguity. In case of imprecise standards of diligence, the ambiguity-averse auditor should not take the full responsibility for faults. The auditor doesn?t know at the time of examination whether the standards of auditing are being fulfilled. The probability of a damage and furthermore of detection of negligent behaviour by the court, is being determinated by the effort of diligence.