Titelaufnahme

Titel
Genitalverstümmelung von Mädchen und Frauen in Österreich mit den gesellschafts- und bildungspolitischen Konsequenzen / vorgelegt von Leila Pavsic-El Rabadi
Weitere Titel
Female Genital Mutilation in Austria
Verfasser/ VerfasserinPavsic-El Rabadi, Leila
Begutachter / BegutachterinDvorak Johann
Erschienen2012
Umfang114 Bl. : 2 Zsfassungen ; Kt.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Beschneidung <Frau> / Sozialpolitik / Bildungspolitik / Österreich / Beschneidung <Frau> / Sozialpolitik / Bildungspolitik / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-37905 Persistent Identifier (URN)
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Genitalverstümmelung von Mädchen und Frauen in Österreich mit den gesellschafts- und bildungspolitischen Konsequenzen [1.19 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In dieser Arbeit wurden die bisher gesetzten bildungs- und gesellschaftspolitischen Maßnahmen in Österreich zum Thema FGM untersucht.Obwohl allen politischen Akteuren bekannt ist, dass FGM ein aktuelles Thema in Österreich ist, hat sich seit der Gesetzgebung zum Thema FGM im Jahr 2000 nichts Maßgebliches verändert.Meine Untersuchungen ergaben, dass wir effektiv nur über zwei fachspezifische Beratungsstellen, die sich beide in Wien befinden, verfügen. Die Zusammenarbeit dieser Beratungsstellen ist eher dürftig und konkurrenzorientiert. Aus meiner Sicht ist dies für die Arbeit mit den betroffenen Frauen eher hinderlich als förderlich, zumal wichtige Informationen nicht ausgetauscht werden und eher darauf geachtet wird, prestigeträchtig zu agieren ? eine besorgniserregende Tatsache angesichts der prekären Situation, wo nicht die persönlichen Bedürfnisse im Vordergrund stehen sollten, sondern die professionelle Arbeit mit den Frauen und deren Familien.Alarmierend ist der vorläufige Integrationsbericht, der zeigte, dass zum Thema FGM bisher ausschließlich drei Maßnahmen gesetzt wurden, wovon zwei für den Raum Wien abgestimmt waren.Die Lösungskonzepte wurden bislang mit keinerlei flagranten Maßnahmen umgesetzt und stecken nach wie vor im Stadium der Maßnahmenplanung, jedoch nicht in der Durchsetzung. Dies wurde mir durch die große Unwissenheit, die nach wie vor auch unter den Vortragenden und MultiplikatorInnen herrscht, bewusst.Die Schulungsmaßnahmen sind unzureichend in ihrer pädagogischen Ausarbeitung und bedürfen einer Aktualisierung hinsichtlich Fakten und Daten.Die Berufsgruppen, die mit dieser Problematik in Berührung kommen, sind teilweise überhaupt nicht geschult oder sensibilisiert ? es besteht nach wie vor dringender Handlungsbedarf seitens der Politik, endlich aktiv zu werden.

Zusammenfassung (Englisch)

In this paper the previous measures in education and social policy in Austria concerning the issue of FGM have been investigated.Although all political actors are aware of the fact that FGM is a hot topic in Austria, since the legislation on FGM in 2000 nothing of relevance has been undertaken.As my research shows, Austria currently has two effective specialist advisory services for FGM, which are both located in Vienna. So far, a cooperation of these two professional service centers has hardly taken place. Obviously, the fact that there is a strong competition between the services is an impediment to the assistance of the women affected, because important information is not exchanged and too much emphasis of each information center is put on enhancing its own prestige. Given the precarious situation, however, it is time to focus on the professional work with women and their families in need.What is also alarming is the preliminary integration report regarding the issue of FGM, because this report only set three measures, two of which were adapted in Vienna.So far, the implementation concepts have not been transformed into flagrant actions yet. They are still stuck in the planning stage, but have not been enforced. Of this I became painfully aware when faced by the great ignorance among the presenters and facilitators that is still existent as regards FGM.The training activities are inadequate concerning their educational development and require an update with regard to facts and data.Some of the professional groups who face the problems of FGM are not even trained or made aware of the delicate matter they are dealing with.There is still an urgent need for action on the part of politics in Austria.

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