Titelaufnahme

Titel
Eine Anthropologie der Arbeit anhand biblischer Texte und ausgewählter päpstlicher Lehraussagen / eingereicht von Bernhard Franz Josef Stocker
Verfasser/ VerfasserinStocker, Bernhard
Begutachter / BegutachterinNeuhold Leopold
Erschienen2012
Umfang101 Bl.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Katholische Kirche / Arbeit / Katholische Kirche / Arbeit / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-37837 Persistent Identifier (URN)
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Eine Anthropologie der Arbeit anhand biblischer Texte und ausgewählter päpstlicher Lehraussagen [0.71 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Mensch ist von Arbeit umgeben, die er in der heutigen Zeit mehr den je als ambivalent erlebt. Neben all der Anstrengungen und häufigen Überforderungen ist sie zu einem wesentlichen Faktor unserer Selbstverwirklichung geworden. Die hier vorgenommene Darstellung der Anthropologie der Arbeit versucht Ursprung, Ziel und Sinn der menschlichen Tätigkeit zu erschließen. Dazu dienen die Texte des Alten und Neuen Testamentes als Primärquellen. Anhand der daraus gewonnenen Grunderkenntnisse christlichen Seins werden ausgewählte päpstliche Lehraussagen zur sozialen Frage genauer betrachtet. Allen Texten gemeinsam ist der Bezug auf den ersten Schöpfungsbericht der in der Arbeit eine von Gott gegeben Mitgestaltung der Welt sieht, weil der Mensch nach dem Ebenbild Gottes geschaffen wurde. Diese Ebenbildlichkeit konkretisiert sich im Auftrag des Herrschens und Hütens, der die Würde des Menschen verdeutlicht. Eine Wesensbestimmung der Arbeit findet sich aber in den Texten der Bibel nicht. Auch Jesus sowie der Apostel Paulus, die beide handwerklich tätig waren, lassen uns hierin im Unklaren. Seitens der kirchlichen Obrigkeit findet diese Thematik ab dem 19. Jhdt. ihre Behandlung. Grund waren große gesellschaftliche Veränderungen verursacht durch die technische Revolution die vielfach mit Armut und Ausbeutung der arbeitenden Klassen einherging. Mittels Sozialenzykliken versuchte das kirchliche Lehramt die Probleme der jeweiligen Zeit im Bezug auf ihre biblische Grundlage zu thematisieren und in einem heilsgeschichtlichen Maße zu lösen. Es handelt sich dabei um einen nie endenden Prozess, der aber bis heute für die in Not gekommenen und ausgebeuteten Menschen oft kaum eine Verbesserung ihrer Verhältnisse brachte. Zu oft standen theologisch-philosophische Überlegungen im Vordergrund, die sich auf die theoretische Ebene beschränkten.

Zusammenfassung (Englisch)

Human beings are surrounded by work which is nowadays increasingly experienced ambivalently. Next to its struggle and excessive demand work has developed into a major factor of self-fulfilment. This depiction of the anthropology of work tries to detect origin, aim and sense of human activities. Primary materials are the texts of the Old and New Testament. On this biblical basis papal doctrinal statements are examined more carefully. All texts refer to the first creation report which views work as a God given co-determination of the world. The reason for this co-determination is the creation of man in the image of God. Being made in the image of God is seen in the order of sovereignty and watching over others. This order illustrates the dignity of man. However, an essential determination of work can?t be found in the bible. Even Jesus and Paul the apostle who both have been craftsmen leave us in uncertainty about the meaning of work. On part of the church this topic was dealt with at the beginning of the 19th century. The reasons for this have been social changes caused by the technical revolution. Due to this, poverty and exploitation of the working classes arose. With the help of social encyclicals the magisterium tries to address and solve the problems of each time which is a never ending process. Nevertheless, this process did not bring any improvement for the helpless and exploited. This is due to the fact that theological and philosophical considerations have been in the foregrounds which are based only on a theoretical level.