Titelaufnahme

Titel
Did Fair Value Measurement add to the financial crisis? / Klaus Pecnik
Verfasser/ VerfasserinPecnik, Klaus
Begutachter / BegutachterinWagenhofer Alfred
Erschienen2012
UmfangIII, 64 Bl. : 2 Zsfassungen ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2012
Anmerkung
Zsfasung in dt. und engl. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-37752 Persistent Identifier (URN)
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Did Fair Value Measurement add to the financial crisis? [0.68 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Seit der letzten Finanzkrise im Jahre 2008 ist Fair Value Measurement im Zentrum der Kritik wie noch nie zuvor. Es wird beschuldigt einen erheblichen Anteil an der Finanzkrise zu haben. Aber ist das wahr? Beim Vergleich mit dem ?Mitstreiter? Historical Cost Accounting stellt man fest, dass Fair Value Accounting in vielen Belangen brauchbarere Werte für sowohl Investoren als auch für die Regulierungsbehörden FASB und IASB liefert. Historical Cost Accounting kann daher im Bereich Bewertung von Finanzinstrumenten das Fair Value Accounting nicht ersetzen, stellt aber einen Wert dar, der bei vielen Finanzinstrumenten eine Bewertungs- oder Entscheidungshilfe für Investoren sein kann, wenn er mitveröffentlicht wird. Speziell kritisiert wird die Einführung des Standards SFAS 157, der kurz vor Beginn der Krise zur verpflichtenden Regelung für Unternehmen wurde, die nach US GAAP bilanzieren. Dieser beinhält eine einheitliche Definition von Fair Value und dessen Anwendungsgebiet, sowie Messtechniken für Finanzinstrumente, für die der Markt keine beobachtbaren Werte liefert. Allerdings muss man anmerken, dass es auch vor dessen Einführung Fair Value Accounting gab; Banken wurden daher nicht vor eine ganz neue Aufgabe gestellt, vielmehr hatten sie damit Probleme den neuen Standard richtig unter den Umständen einer herrschenden Krise zu interpretieren und die Möglichkeiten, die er bietet, bestmöglich auszuschöpfen. Allerdings kann man im SFAS 157 auch unglückliche Definitionen finden, die überarbeitet gehören. Die Regulierungsbehörden sind gerade in diesem Fall einem Trade-off zwischen Relevanz und Verlässlichkeit ausgesetzt, der es natürlich Fair Value Accounting nicht leicht macht alle Beteiligten zufriedenzustellen, aber diese Form der Bewertung ist bestimmt ein Schritt in die richtige Richtung.

Zusammenfassung (Englisch)

Since the latest financial crisis in 2008, fair value measurement has been the center of debate like never before. It has been accused for adding considerably to the financial crisis. But is this true? Comparing fair value measurement with its often- suggested alternative historical cost accounting we assess, that fair value accounting provides in many aspects more feasible values for both investors and regulators like the FASB and the IASB. Thus, historical cost accounting cannot replace fair value accounting in the segment of valuation of financial instruments, but provides a value, which can add important information for investors, if it gets disclosed as well. Primarily criticized is the implementation of SFAS 157, which happened to be the mandatory standard for entities that account according to US GAAP just shortly before the beginning of the financial crisis. This standard implies a consistent definition of fair value and its scope of application, as well as valuation techniques for financial instruments, which lack observable inputs from the market. However, we have to note, that there was fair value accounting before this standard got adopted, hence banks did not get assigned new tasks, they rather had serious issues of interpreting this standard accordingly and of maxing out its possibilities, given a financial crisis. Indeed, SFAS 157 has a definition of fair value that needs to get revised. Especially in regard of fair value accounting the regulators face a trade-off between relevance and reliability, which certainly doesn?t ease the issue of satisfying all parties involved, but fair value measurement is definitely a step in the right direction.