Titelaufnahme

Titel
Die Beauftragung von ausländischen Subunternehmern in der Baubranche als verdecktes Arbeitsverhältnis / von Simon Sackl
Verfasser/ VerfasserinSackl, Simon
Begutachter / BegutachterinLöschnigg Günther
Erschienen2012
UmfangVI, 78 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Bauwirtschaft / Ausländisches Unternehmen / Subunternehmer / Österreich / Bauwirtschaft / Ausländisches Unternehmen / Subunternehmer / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-37586 Persistent Identifier (URN)
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Die Beauftragung von ausländischen Subunternehmern in der Baubranche als verdecktes Arbeitsverhältnis [0.59 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Bulgarien und Rumänien wurden mit 1. Jänner 2007 Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Österreich hatte Befürchtungen, dass sehr viele Bürger aus diesen beiden Staaten auf den österreichischen Arbeitsmarkt drängen würden, sodass in den Beitrittsverträgen Übergangsregelungen vereinbart wurden, die eine Beschränkung der Arbeitnehmerfreizügigkeit und der Dienstleistungsfreiheit bis spätestens 1. Jänner 2014 vorsehen. Die europarechtliche Niederlassungsfreiheit wurde jedoch nicht beschränkt. In der Folge meldeten sehr viele ?neue EU-Bürger? (vorwiegend Rumänen) in Österreich ein freies Gewerbe an, hauptsächlich im Bereich des Trockenbaus. Bei den finanzpolizeilichen Kontrollen auf den Baustellen wird dann oft festgestellt, dass das angebliche Werkvertragsverhältnis mit dem Subunternehmer nach dem wahren wirtschaftlichen Gehalt ein Dienstverhältnis oder ein arbeitnehmerähnliches Verhältnis ist und daher den Regelungen des Ausländerbeschäftigungsgesetzes unterliegt. Dem Beschäftiger droht im Zusammenhang mit der aufgedeckten Scheinselbständigkeit seines ?Subunternehmers? eine hohe Verwaltungsstrafe, die Nachzahlung von Sozialversicherungsbeiträgen, die Haftung für die nicht entrichtete Lohnsteuer, der Entzug der Gewerbeberechtigung oder unter bestimmten Voraussetzungen sogar eine Freiheitsstrafe.

Zusammenfassung (Englisch)

On 1 January 2007, Bulgaria and Rumania became members of the European Union. The Austrian government was concerned that many citizens of those two countries would like to enter the Austrian job market. Hence the Treaty of Accession contained the transitional arrangement that the freedom of movement for workers and the freedom of services will be restricted until 1 January 2014 at the latest. The freedom of establishment however was not restricted at all for those citizens. Therefore many ?new EU-citizens? registered an independent profession in Austria, mainly in the sector of drywall installations. But when members of the financial police come to a construction site and examine the workers there, then they often find out that the alleged subcontractor is in practice an employee or an individual in an employment-like situation which leads to the application of the Law on the Employment of Foreign Nationals (Ausländerbeschäftigungsgesetz). In the case of ostensible self-employment, the employer has to face unpleasant consequences: He may has to pay a high administrative penalty and social insurance contributions or tax arrears for the worker. Under certain circumstances he might even loses his business license and has to face a prison sentence.