Titelaufnahme

Titel
Gelotophobie - emotionale Ansteckbarkeit, emotionsbezogene Kompetenzen, soziale und emotionale Intelligenz, sowie Abgrenzung zur sozialen Ängstlichkeit / Clara Rothmund
Verfasser/ VerfasserinRothmund, Clara
Begutachter / BegutachterinFreudenthaler Heribert
Erschienen2012
UmfangV, 110 Bl. : 2 Zsfassungen ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Gelotophobie / Kognitive Kompetenz / Gelotophobie / Kognitive Kompetenz / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-37451 Persistent Identifier (URN)
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Gelotophobie - emotionale Ansteckbarkeit, emotionsbezogene Kompetenzen, soziale und emotionale Intelligenz, sowie Abgrenzung zur sozialen Ängstlichkeit [2.02 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In der vorliegenden Arbeit wurde erstmals untersucht, welche Rolle kognitive Fähigkeiten neben bestimmten emotionsbezogenen Charakteristika im Zusammenhang mit der Gelotophobie spielen. Zudem wurde explorativ geprüft, ob sich die Gelotophobie anhand der untersuchten Merkmale vom Konstrukt der sozialen Ängstlichkeit abgrenzen lässt. Gelotophobie wurde dabei mit dem GELOPH<15> (Ruch & Proyer, 2008) und soziale Ängstlichkeit mit dem SPIN (Stangier & Steffens, 2002) erhoben. Die emotionsbezogenen Kompetenzen wurden mit dem FEK-K (Freudenthaler & Neubauer, 2005), die emotionale Intelligenz mit dem MSCEIT (Steinmayr, Schütz, Hertel & Schröder Abé, 2011), sowie das soziale Verständnis und die soziale Wahrnehmung mit dem MTSI (Süß, Seidel & Weis, 2007) erfasst. Außerdem wurden die Reaktionen auf die Konfrontation mit dem emotionalen Ausdruck anderer Personenuntersucht. Hierfür wurden den 66 Studierenden emotional ansteckende Soundclips (Weber, Papousek & Schulter, 2011), in denen der Emotionsausdruck (Heiterkeit, Traurigkeit, Ärger, Angst, Neutral) mehrerer Personen zu hören war, präsentiert. Anschließend schätzten die ProbandInnen ihre Reaktionen auf verschiedenen Ratingskalen ein. Entgegen der Annahmen ließen sich hinsichtlich der Reaktionen auf die Konfrontation mit dem emotionalen Ausdruck anderer Personen keine Unterschiede zwischen schwächer und stärker gelotophoben Personen aufzeigen. Die Relevanz einer verminderten Kompetenz in der Regulation eigener Emotionen konnte unterstrichen werden. Im Bereich der kognitiven Fähigkeiten erwiesen sich widerErwarten vor allem Defizite im Bereich der Emotionswahrnehmung und nicht generelle Schwierigkeiten in der Wahrnehmung und Interpretation von sozialen Schlüsselreizen als bedeutsam. Hier scheint sich ein Ansatzpunkt für Abgrenzung zur sozialen Ängstlickeit zu ergeben. Bei der sozialen Ängstlichkeit sind eher Schwierigkeiten im Bereich des sozialen Verständnisses zu erkennen.

Zusammenfassung (Englisch)

The main issue of this study was to investigate the role of cognitive abilities and emotion-related characteristics in relation to gelotophobia. Gelotophobia, as a concept of its own, is seen controversially in current scientific discussion. Therefore it has also been tried to distinguish gelotophobia from social phobia on the basis of the examined characteristics. Gelotophobia was evaluated using the GELOPH<15> (Ruch & Proyer, 2008) and social phobia using the SPIN (Stangier & Steffens, 2002). As a method to assess emotional competences served the FEK-K (Freudenthaler & Neubauer, 2005), for emotional intelligence the MSCEIT (Steinmayr et al., 2011) and for social perception the MTSI (Süß et al., 2007). To investigate the reaction to emotional expressions of other people, the 66 college students were confronted to emotional contagious sound clips (ECOS; Weber et al., 2011) containing emotional expressions of a group of people (cheerfulness, sadness, anger, fear and neutral mood). Subsequently, they were requested to assess their reactions using various rating scales. In contrast to the assumptions no difference could be found in the strength of these reactions in more gelotophobic compared to less gelotophobic individuals, whereas good evidence could be provided concerning poor competences in the regulation of one?s own emotions in gelotophobic individuals. In opposition to the expectations, deficits in emotional perception, and not a generally poor performance in the perception and interpretation of social situations, were the key point with regard to cognitive abilities in individuals suffering gelotophobia. This stands in contrast to social phobia where social understanding has shown to be the bigger problem, and therefore could serve as a criterion to distinguish one from the other.