Titelaufnahme

Titel
Die guten Sitten im Straf- und im Zivilrecht / eingereicht von Eva Maria Högler
Weitere Titel
The good morals in civil and criminal law
Verfasser/ VerfasserinHögler, Eva Maria
Begutachter / BegutachterinSchick Peter ; Lurger Brigitta
Erschienen2012
UmfangXIII, 190 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2012
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Österreich / Sittenwidrigkeit / Strafrecht / Privatrecht / Österreich / Sittenwidrigkeit / Strafrecht / Privatrecht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-37221 Persistent Identifier (URN)
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Die guten Sitten im Straf- und im Zivilrecht [0.9 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In den verschiedensten Rechtsgebieten greift der Gesetzgeber immer wieder auf den unbestimmten Rechtsbegriff der guten Sitten zurück. Aber was verbirgt sich eigentlich hinter dieser Formel? Gibt es eine Definition des Begriffes? Welchen Zweck erfüllt der Begriff der Sittenwidrigkeit? In meiner Arbeit habe ich versucht diese und noch mehr Fragen zum Thema der guten Sitten zu beantworten. Ausgehend von den unterschiedlichsten Interpretationsmöglichkeiten der guten Sitten im Sinne des Positivismus und des Naturrechts werden die unterschiedlichen Funktionen, welcher der Generalklausel zukommen erörtert. Vor allem im Bereich des Strafrechts, wo grundsätzlich das Bestimmtheitsgebot absolute Geltung hat wird die Generalklausel häufig verwendet. Um die Frage nach der Möglichkeit einer allgemein gültigen Definition beantworten zu können, habe ich mich zuerst mit jeder einzelnen strafrechtlichen Norm beschäftigt, die den Begriff der guten Sitten verwendet. Anhand von Fallbeispielen habe ich versucht eine Gemeinsamkeit zwischen allen Bestimmungen zu erkennen, um diese in einen Katalog, für eine Legaldefintion aufzunehmen. Da die Generalklausel sowohl im bürgerlichen Recht als auch im Wettbewerbsrecht zur Anwendung kommt, habe ich auch diese Bestimmungen genauer unter die Lupe genommen, um eventuell bestehenden Gemeinsamkeiten bzw Unterschiede herauszuarbeiten. Aufgrund meiner Untersuchungen bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass es eine allgemein gültige Definition, die sowohl im Zivil als auch im Strafrecht zur Anwendung kommt, schon auf Grund der unterschiedlichen Interpretationsweisen nicht geben kann. Und auch innerhalb eines Rechtsgebiets ist es kaum möglich, alle Fälle der Sittenwidrigkeit mit einer Definition zu erfassen. Es wird also weiterhin eine Frage des Einzelfalls sein, ob etwas den guten Sitten entspricht oder nicht mit ihnen vereinbart werden kann.

Zusammenfassung (Englisch)

ABSTRACT to the thesis of Mag.aiur. Eva Maria Högler on the subject THE GOOD CUSTOMS IN PENAL AND IN THE CIVIL LAW In the most different legal areas the legislator falls back on the uncertain legal concept of the good customs over and over again. But what is hidden, actually, behind this formula? Is there a (Legal) definition of the concept? Can there be one? Which purpose fulfils the concept of the good morals? In my work I tried to answer these and even more questions on the subject of the good customs. Outgoing from the most different interpretation possibilities of the good customs for the purposes of the positivism and the natural law, i came to the different functions the blanket clause fulfils. An opening of the right for the value change of the society as well as a gap filling of the existing right is allowed by the use of the concept of the good customs. Above all in the area of the criminal law where basically the principal of certainity has to be obaied, the blanket clause is often used. To be able to answer the question of the possibility of a generally valid definition, I first dealt with every single criminal norm which uses the concept of the good customs. On the basis of case studies I have tried to recognise a common characteristic between all regulations, around this in a catalogue to take up for a Legaldefintion. Because the blanket clause is used in civil law as well as in the competitive right I also looked at these regulations to find out the existing common characteristics or differences. On account of my investigations I have come to the result that there cannot be a generally valid definition for civil law as well as in the criminal law due to the use of the different interpretation manners. And also within a legal area it is hardly possible to grasp all cases of the custom adversity with a definition. It will be furthermore a question of the isolated case whether it corresponds to the good customs or not.

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