Titelaufnahme

Titel
De Bacchanalibus : ein Paradigma über Religion und Rechts-Politik / Prisca Rupp
Verfasser/ VerfasserinRupp, Prisca
Begutachter / BegutachterinHöbenreich Evelyn
Erschienen2012
UmfangIII, 68 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Bacchanal / Römisches Recht / Strafrecht / Bacchanal / Römisches Recht / Strafrecht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-37190 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

In einem der ersten Skandale in der Geschichte Roms, dem Bacchanalien - Skandal spielten Frauen, fremde Religionen und auch politische Motive eine große Rolle. Bei den Bacchanalien handelte es sich um einen griechisch- stämmigen Dionysos Kult. Dieser verbreitete sich im 2. Jahrhundert v. C. auf der italischen Halbinsel und in Rom. Zuerst tolerierte und akzeptierte Rom diese fremden Riten. Doch im Jahr 186 v. C. eskalierte die Situation und Rom griff mit drastischen Maßnahmen durch, um die Bacchanalien zu verbieten und seine Anhänger zu dezimieren. Nach dem Bericht des römischen Geschichtsschreibers Titus Livius war es eine neue Priesterin, die den Kult veränderte. Den Bacchanalien wurden, laut dem Bericht des Livius, die schlimmsten Verbrechen zur Last gelegt. Diese reichen von Testamentsfälschungen bis hin zu Morden. Als der römische Senat von der Angelegenheit unterrichtet wurde, griff er hart durch. Livius schildert, dass den Konsuln eine quaestio extraordinaria übertragen wurde. Weiter gibt er an, dass in die Affäre über 7000 Menschen involviert waren. Außerdem existiert, der auf einer Bronzeplatte eingravierte Beschluss des Senats aus dem betreffenden Jahr, das Senatus Consultum de Bacchanalibus. In diesem sind die Maßnahmen, die der römische Senat im Jahr 186 v. C. traf, enthalten. Die Besonderheit am Senatus Consultum de Bacchanalibus liegt darin, dass der römische Senat, diesen auf der gesamten Halbinsel bekanntmachen und durchsetzen ließ. Neben den genannten Aspekten ist der Bacchanalien - Skandal auch im Hinblick auf das römische Strafrecht bedeutsam. So konnte nach Livius ? Bericht, das Recht der provocatio ad populum von den Beschuldigten nicht wahrgenommen werden. Außerdem darf nicht vergessen werden, dass die quaestiones extraordinariae erst im 2. Jahrhundert v. C. aufkamen und die Bacchanalien einer der ersten überlieferten Fälle sind, in denen eine solche angeordnet wurde.

Zusammenfassung (Englisch)

In the Bacchanalian Affair, one of the first scandals in Roman history, women, foreign religions and political motives play a big role. The Bacchanalia were a Greek cult, which spread on the Italian peninsula and Rome through the second century B.C. First, Rome accepted and tolerated these different rites. But by 186 B.C. the situation escalated and Rome took drastic measures to prohibit the Bacchanalian cult and its followers. According to the report of the Roman writer Titus Livy, a new priestess changed the cult. According to Livy the worst crimes were attributed to the Bacchanalians. These range from forgery to murder. When the Roman Senate was briefed on the matter, they took drastic measures. Livy reports that the consuls were assigned with a quaestio extraordinaria. Further, he also states that over 7000 people were involved in the affair. Additionally there is a decree from the Senate of the same year, which is engraved on a bronze tablet. In the Senatus Consultum de Bacchanalibus the actions the Roman Senate decided, are included. The characteristic concerning the Senatus Consultum de Bacchanalibus is that the Roman Senate declared its enforcement on the whole peninsula. Thus, for the first time Rome took an active part in the affairs of its allies. In addition to these aspects the Bacchanalian Affair is also important with regard to the Roman Criminal Law. According to Livys report the accused were not able to benefit from provocatio ad populum. It must also be remembered that the quaestiones extraordinariae were introduced during the second century B.C. and the Bacchanalian Affair is one of the first handed down cases where such an investigation was ordered.