Titelaufnahme

Titel
Die Besteuerung der Kaufpreis-, Versorgungs- und Unterhaltsrente nach dem Einkommensteuerrecht und dem Umsatzsteuerrecht / vorgelegt von Julia Kager
Verfasser/ VerfasserinKager, Julia
Begutachter / BegutachterinTaucher Otto
Erschienen2012
UmfangVI, 81, XII Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Leibrente / Einkommensteuerrecht / Umsatzsteuerrecht / Österreich / Leibrente / Einkommensteuerrecht / Umsatzsteuerrecht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-37033 Persistent Identifier (URN)
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Die Besteuerung der Kaufpreis-, Versorgungs- und Unterhaltsrente nach dem Einkommensteuerrecht und dem Umsatzsteuerrecht [0.76 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Verkauf eines jeden Wirtschaftsgutes muss überaus durchdacht erfolgen, um im Ergebnis möglichst gewinnbringend sowohl für den Verkäufer als auch für den Käufer zu sein. Hierfür stehen mehrere Möglichkeiten zur Auswahl. Eine dieser Optionen ist die Übertragung gegen Rente, deren steuerliche Behandlung den Kernpunkt dieser Diplomarbeit darstellt. Das Ziel der Diplomarbeit war es, die Besteuerung nach dem Einkommensteuerrecht und dem Umsatzsteuerrecht zu erörtern und die Frage zu beantworten, ob die einkommensteuerrechtlichen Bewertungsmaßstäbe auch im Umsatzsteuerrecht zur Anwendung gelangen. Im Einkommensteuerrecht stellt der nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnete Kapitalwert der Rente nach den §§ 15 ff BewG den entscheidenden Wert dar, an dem sich die einkommensteuerrechtlichen Folgen orientieren. Im Bereich des UStG wurde in der Lehre die Frage der Bemessungsgrundlage ausführlich diskutiert. Die herrschende Meinung geht in Übereinstimmung mit der Judikatur des VwGH davon aus, dass auch hier der Barwert der Rente nach den §§ 15 ff BewG den maßgeblichen Bemessungswert darstellt. Große Meinungsunterschiede bestehen jedoch in Bezug auf deren nachträgliche Änderungen. Sowohl VwGH und ein Teil der Lehre gehen davon aus, dass solche Änderungen nicht zur Berichtigung der Bemessungsgrundlage nach § 16 UStG führen können, während ein anderer Teil die Anwendung des § 16 Abs 3 BewG bejaht. Diese nicht ganz befriedigenden Lösungen sind möglicherweise an anderen Maßstäben als Gerechtigkeitsgedanken zu messen, da die beschränkte Berichtigungsmöglichkeit unter Umständen einen Ausfluss des aleatorischen Charakters der Rente darstellt und aus diesem Grunde auch rechtfertigbar ist. Die Rentenvereinbarung gehört nun mal zu den Glücksverträgen und es muss daher vielleicht auch in Bezug auf die zu entrichtende Umsatzsteuer ein gewisses Risiko in Kauf genommen werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The sale of every capital asset has to be executed in a well thought-out manner and in a way, that brings about optimum benefits to the seller as well as to the buyer. This is important due to the numerous possibilities and their attendant different legal and fiscal consequences that have to be considered for such sales. One of these possibilities is the sale for life annuity. The main issue of this diploma thesis is the tax treatment of such annuities. The intention is to consider the taxation of life annuity in the Austrian income tax law and die Austrian value added tax law and furthermore to answer the following question: Are the evaluation standards which are significant for the income tax law, also applicable for the VAT law? The capitalised value of the annuity, according to §§ 15 ff BewG is the significant evaluation standard in the income tax law. In the area of VAT law the calculation basis is an often discussed issue. The prevailing view in accordance with the decisions of the administrative court, is that the capital value (§§ 15 ff BewG) is also the significant value in VAT law. This notwithstanding, there are differing views when this value undergoes a subsequent change. The position of both the administrative court and part of the established teaching is that such changes cannot bring forth the implementation of § 16 UStG. On the contrary, another school of thought approve of the implementation of § 16 (3) BewG. All the above solutions, under the cause of justice criteria, are to an extent dissatisfactory and arguably require other measurements. But they form part of the ?Glücksverträge? and therefore, with reference to the value added tax returns, it is perhaps also necessary to accept a certain degree of risk.