Titelaufnahme

Titel
Rauschhafte Metamorphosen : das weibliche Subjekt in Yoko Tawadas "Das Bad" und "Opium für Ovid" / vorgelegt Catherine Therese Nicholls
Weitere Titel
Ecstatic metamorphosis. Constructions of the female identity in Yoko Tawadas 'Das Bad' and 'Opium für Ovid'
Verfasser/ VerfasserinNicholls, Catherine Therese
Begutachter / BegutachterinMitterbauer Helga
Erschienen2012
Umfang136 Bl. : 2 Zsfassungen
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Tawada, Yōko <Opium für Ovid> / Tawada, Yōko <Das Bad> / Weiblichkeit / Tawada, Yōko <Opium für Ovid> / Tawada, Yōko <Das Bad> / Weiblichkeit / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-36948 Persistent Identifier (URN)
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Rauschhafte Metamorphosen [1.03 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Yoko Tawada exponiert auf phantastisch poetischer wie auch gesellschaftskritischer Ebene den Zusammenhang von Körperbildern und Identitätskonstruktionen und ihr Wirken in und auf politische Handlungskonzepte. In der Arbeit wird untersucht, inwiefern Tawadas Postulat der Tradition eines der Psychoanalyse entlehnten Diskurses des Weiblichen Rechnung trägt. Julia Kristevas Die Revolution der poetischen Sprache und Luce Irigarays Speculum stellen dabei die theoretischen Grundlagen dar, wobei diesen die Thesen Jacques Lacans und Sigmund Freuds diesem Fundament voran gestellt werden. Kernpunkte der Analyse sind ausgewählte weibliche Figuren in Opium für Ovid und das triadisch konstruierte Figurengerüst im Kurzroman Das Bad. Die darin demonstrierte Prozesshaftigkeit und collagenartige Zusammensetzung weiblicher Kongruenzen repräsentiert ein hierarchisches Geschlechterverhältnis, das von Fremdbestimmungen geprägt ist. Die Identitätsbildungsprozesse außereuropäischer Frauen werden von Sozialisations- und Akkulturationserfahrungen bestimmt, die durch männlich orientierte Kultursysteme unterminiert und manipuliert werden. Weibliche Subjektidentität wird durch Körper und Körperhaftigkeit bestimmt, das exotisierte und bedrohliche, weibliche Subjekt wird als das das männliche Subjekt spiegelnde Andere konstruiert. In Hinblick auf Lacans Theorie des Spiegelstadiums knüpft hier der psychoanalytische Diskurs an Tawadas Konzept der weiblichen Identitätsfindung an. Die weibliche Identität im geschlechtlichen Schwellenraum, in der Beziehung zur Mutter, im kulturellen Spannungsfeld, als das dem Mann gegenüberstehenden, mangelhafte Andere inszeniert Tawada mit einem hohen Maß an Körperhaftigkeit und Selbstreflexivität. Der skizzierte Identitätsentwurf steht im Zeichen der Verwandlung, dabei ist die Frau, die Weiblichkeit, im Sinne Luce Irigarays nie eins, sie hat unzählige Schichten, die sie ablegt, verwandelt und wieder aufnimmt ? und die sie alle in sich vereint.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis is an attempt to investigate the representation of japanese and german writer Yoko Tawada?s concept of the (female) body and it?s construction in the gender discourse, and furthermore to detect to what extent her methods connect with the psychoanalytical idea of language and womenhood. Based on Julia Kristeva?s book Die Revolution der poetischen Sprache and Luce Irigaray?s Speculum, Tawada?s texts are scanned for signs of heteronomy and hierachy of power, aside from mechanisms of manipulation in speech and speech acquisition by a dominating male subject.In addition Jaqcues Lacan?s studies about the mirror stage and Sigmund Freuds understandig of the unknown and the surpressed (femininity) function as the theoretical basis of the proposed master?s thesis. Especially in her books Das Bad and Opium für Ovid Tawada designs a female identity, mobile and capable of multiple shapes, who is constantly challenged by physical changes whilst growing up and growing old and who copes with this changes by transforming into another person, changing the own sex or turning into an animal. The female protagonists are always foreigners, they explore and perform their own identities while trying to escape the stereotype of the exotic femme fatal. By illustrating the female as a mirror for patriachal prejudices Tawada reveals the otherness of the female body and language, as an embodiment of the fundamental opposite the female finds herself being designed by cultural and sexual images she can never life up to, where there is no space for flaws, variance or the in-between.In her surrealistic novels Tawada portrays the woman as permanently in process and shows that ? already expressed by Luce Irigaray ? the female never can be one in itself, it shows many different layers, which were created by a society dominated by men throughout a history of colonialism and discrimination.

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