Titelaufnahme

Titel
Der Beitrag der sexuellen Orientierung: Erkenntnisse für evolutionspsychologische Eifersuchtsforschung, Bindungstheorie und Narzissmus / Raphael Duque
Verfasser/ VerfasserinDuque, Raphael
Begutachter / BegutachterinNeubauer Aljoscha
Erschienen2012
Umfang70 Bl. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Sexuelle Orientierung / Sexuelle Orientierung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-36904 Persistent Identifier (URN)
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Der Beitrag der sexuellen Orientierung: Erkenntnisse für evolutionspsychologische Eifersuchtsforschung, Bindungstheorie und Narzissmus [22.55 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In dieser Studie werden Unterschiede von Männern mit verschiedenen sexuellen Orientierungen in Eifersuchtsformen, Bindungsstilen und im Narzissmus untersucht. Männer sind stärker durch sexuelle Untreue aus der Fassung zu bringen, während Frauen besonders sensibel auf emotionale Untreue reagieren. Nach dem Evolutionspsychologen David Buss hat die natürliche Selektion (männliche) sexuelle Eifersucht als einen Schutz gegen ?Kuckuckskinder? und (weibliche) emotionale Eifersucht als Schutz vor Verlust von Ressourcen geformt. Es stellt sich die Frage, inwieweit eine evolutionäre Theorie auch unterschiedliche Eifersuchtsformen in gleichgeschlechtlichen Beziehungen erklären kann. Die double-shot Hypothese postuliert eine Abhängigkeit der Eifersuchtsform vom Geschlecht des Partners. Da bei Bisexuellen das Geschlecht des Partners wechseln kann, müssten diese ebenso in ihrer Eifersuchtsform wechseln. Der Beitrag der, auf die Bindungstheorie von John Bowlby zurückgehenden, Bindungsstile innerhalb von Partnerschaften für die verschiedenen sexuellen Orientierungen ist ebenso Gegenstand der vorliegenden Arbeit. 258 Männer füllten online unter anderem die Eifersuchtsdilemmas von Buss (1999), den Bindungsfragebogen von Grau (1999) und das Narzissmusinventar von Deneke und Hilgenstock (1989) aus. Die vorgefundenen Ergebnisse zeigen: Homosexuelle und Bisexuelle sind eher unsicher gebunden, eifersüchtiger und narzisstischer als Heterosexuelle. Homosexuelle Männer sind eher emotional eifersüchtig und heterosexuelle Männer eher sexuell eifersüchtig. Bisexuelle wechselten ihre Eifersuchtsform nicht, die double-shot Hypothese wird in Frage gestellt.

Zusammenfassung (Englisch)

In this study differences of men with different sexual orientations in types of jealousy, attachment styles and in narcissism are examined. Men consider sexual infidelity especially distressing, whereas women are more troubled by emotional infidelity. According to evolutionary psychologist David Buss, natural selection shaped sexual jealousy as a mechanism to prevent cuckoldry and emotional jealousy as a mechanism to prevent the loss of resources. The question is, to what extend an evolutionary theory can explain different types of jealousy in same-sex relationships. The double-shot hypothesis states, that types of jealousy depend on the sex of the partner. Given that for bisexuals the sex of their partners can change, their type of jealousy might also change. The contribution of John Bowlby's attachment theory and attachment styles in relationships for different sexual orientations is also examined. 258 men participated in online completion of the forced-choice dilemmas of Buss (1999), the attachment questionnaire of Grau (1999) and the narcissism inventory of Deneke and Hilgenstock (1989). Results show: Homosexuals and bisexuals have more insecure attachment, more jealousy and more narcissism than heterosexuals. Homosexual men tend to have more emotional jealousy and heterosexual men tend to have more sexual jealousy. Bisexuals did not change their type of jealousy, the double-shot hypothesis is put in question.