Titelaufnahme

Titel
Financial flexibility : corporate investment and financing decisions when capital markets are not frictionless / Thomas Köppel
Verfasser/ VerfasserinKöppel, Thomas
Begutachter / BegutachterinSteiner, Peter ; Farmer, Karl
Erschienen2012
UmfangX, 189 Bl. : 2 Zsfassungen
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheEnglisch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Aktienrendite / Geldpolitik / Konjunkturzyklus / Aktienrendite / Geldpolitik / Konjunkturzyklus / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-36875 Persistent Identifier (URN)
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Financial flexibility [7.04 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Dissertation beschäftigt sich mit den Auswirkungen des finanziellen Akzelerators auf Aktienrenditen. Veränderungen in der geldpolitischen Haltung der Zentralbanken oder konjunkturelle Schwankungen haben unterschiedliche Effekte auf kleine und große Unternehmen. Kleine Unternehmen, welche typischerweise auf Kreditsicherheiten zurückgreifen müssen um ihre Kapitalkosten niedrig zu halten, sind zweifach betroffen: zum einen sind deren besicherbare Vermögensgegenstände zum anderen deren Cash Flows tangiert. Beide Effekte ? Sicherheiteneffekt und Cash Flow Effekt ? verändern die Fremdkapitalaufnahmefähigkeit, was sie wiederum anfälliger gegenüber dem finanziellen Akzelerator und dessen prozyklische und verstärkende Wirkung auf Unternehmensinvestitionen macht.Die Kernfrage der Dissertation ist daher ob das Risiko, keinerlei frisches externes Kapital aufnehmen zu können, auf dem Kapitalmarkt eingepreist ist. Da dieses Risiko systematisch und von Investorinnen und Investoren nicht diversifizierbar ist, wird die Hypothese aufgestellt, dass rationale Anlegerinnen und Anleger eine Risikoprämie für das Halten dieses Risikos verlangen werden. Große Unternehmen dahingegen sind weder vom Sicherheiteneffekt noch vom Cash Flow Effekt betroffen. Daher sind große Unternehmen nicht diesem systematischen Risiko ausgesetzt, was zu einem Unterschied der erwarteten Renditen führt. Die Hypothese, dass Unternehmen, welche a priori als Finanzierungsbeschränkt klassifiziert wurden tatsächlich höhere Aktienreturns im Vergleich zu unbeschränkten Unternehmen aufweisen, wurde mittels Fama/MacBeth (1973) Regressionen getestet. Das Ergebnis der vorliegenden Dissertation zeigt einen anderen Weg auf, wie Geldpolitik und Konjunkturzyklen Aktienrenditen und -preise beeinflussen. Ferner enthält die Dissertation Belege dafür, dass in der Eurozone ein Fortschreiten der Finanziellen Integration beobachtbar ist.

Zusammenfassung (Englisch)

The dissertation on hand studies empirically the financial accelerator's effects on stock returns. An alteration in the monetary policy of central banks or occurring booms and recessions have cross-sectionally different effects on small and large firms. Small firms, typically those that rely on posting credit collateral to keep borrowing costs low, are affected two-fold: their collateral values are affected as well as their cash flows. Both effects ? collateral effect and cash flow effect ? change their debt capacities, which in turn makes them more vulnerable to accerlator-style, procyclical movements of their investments. The financial accelerator is a, by now, well established macroeconomic concept and is transferred to a stock market setting. Hence, the primary research question of this dissertation is, whether the risk of not being able to obtain fresh external capital, is priced by the market and its participants. Due to that risk being systemic, in the way that it cannot be fully diversified away by investors, a risk premium is hypothesized to be demanded by rational stock investors. Contrary to this, large firms' debt capacities are unaffected by both collateral effects and cash flow effects. Thus, large firms are not exposed to the systemic risk of being financially constrained, which results in the hypothesized cross-sectional difference in expected stock returns. The hypothesis that firms, which were a priori classified as being financially constrained, indeed exhibit a higher stock return, when compared to unconstrained firms, was investigated using the well-known Fama/MacBeth (1973) method. The results obtained open up another way, in which monetary policy affects the economy. The study further contains evidence in favor of progressing financial market integration within the Eurozone.