Titelaufnahme

Titel
Hämodynamische Effekte affektiver Modulation ausgewählter Gehirnbereiche durch akustische Reize: Eine NIRS-Studie / Janna Marieke Frank
Verfasser/ VerfasserinFrank, Janna Marieke
Begutachter / BegutachterinSchienle Anne
Erschienen2012
Umfang131 Bl. : 2 Zsfassungen ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Akustischer Reiz / Modulation / Hirnfunktion / NIR-Spektroskopie / Akustischer Reiz / Modulation / Hirnfunktion / NIR-Spektroskopie / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-36708 Persistent Identifier (URN)
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Hämodynamische Effekte affektiver Modulation ausgewählter Gehirnbereiche durch akustische Reize: Eine NIRS-Studie [1.14 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Fähigkeit eines Individuums, emotional relevante Informationen gegenüber neutralen Reizen bevorzugt zu erkennen und zu verarbeiten ist ausschlaggebend für sein Überleben und seine Interaktion mit der Umwelt. Dadurch können beispielsweise drohende Gefahren schnell erkannt werden und eine angemessene Reaktion kann erfolgen. Diese begünstigte Behandlung emotionaler Stimuli im Gehirn wird affektive Modulation genannt, da die affektiven Inhalte die Aktivierung relevanter Hirnbereiche modulieren. Diese affektive Modulation kann sich auf sensorische Hirnbereiche und auf Bereiche der Aufmerksamkeitslenkung auswirken. Gegenwärtig besteht bisher nur eine geringe Anzahl an Studien, die dafür akustische, statt visueller Stimulationstechniken verwenden. In diese NIRS-Studie wurde die affektive Modulation in ausgewählten Kortexregionen mittels akustischen Stimulusmaterials überprüft. Dafür wurden 26 Frauen Geräusche der Kategorien Angst, Ekel und Neutral präsentiert, wobei in allen Kategorien menschliche Äußerungen verwendet wurden. Die Angst- und Ekel-Kategorien zeigten bezüglich der Ratings vergleichbare Valenz- und Erregungswerte. Die Angst-Kategorie wurde als hoch angstauslösend und die Ekel-Kategorie als hoch ekelauslösend eingestuft. Untersuchte Hirnbereiche waren der superiore Parietalkortex, als Knotenpunkt zwischen primären sensorischen Arealen und aufgrund seiner Bedeutsamkeit in der Lenkung selektiver Aufmerksamkeit, der dorsolaterale Präfrontalkortex als steuernde Struktur exekutiver Aufmerksamkeit und die sogenannte Emotional Voice Area im superioren Temporalgyrus, die für die Verarbeitung emotionalen Gehalts von Sprache zuständig ist. Es ergab sich eine affektive Modulation des superioren Parietalkortex, sowohl bei Auswertung des oxygenierten als auch des deoxygenierten Hämoglobins. Das Bestehen einer affektiven Modulation durch akustische Reize und die Unterschiedlichkeit der Modulation reaktiver Verhaltensebenen werden diskutiert.

Zusammenfassung (Englisch)

The capacity of an individual to recognize and process emotional relevant content of information rather than information with neutral content is crucial for its survival and its interaction with the environment. In this way for example threatening dangers can be discerned faster and it can follow an appropriate reaction. This encouraged treatment of emotional stimuli in the brain is called affective modulation, because the affective content modulates the activation of relevant brain areas. Affective modulation is able to influence sensory and attention-relevant structures of the brain. In present there are only few investigations using acoustic instead of visual stimulation. In this NIRS-based study affective modulation of selected cortical brain areas have been examined using acoustic stimuli. Sounds of the categories fear, disgust and neutral valence were presented to twenty-six females. In all categories human expressions were used. The categories of fear and disgust showed comparable valence and arousal ratings, whereas the fear category was rated high in fear-eliciting and the disgust category was rated high in disgust-eliciting. Examined brain areas were the superior parietal cortex as a crossroad between primary sensory areas and because of its importance in directing selective attention, the dorsal-lateral prefrontal cortex as a controlling structure of executive attention and the so-called emotional voice area in the superior temporal gyrus, which is in charge for processing emotional content of speech. As a result an affective modulation of the superior parietal cortex was found for the oxygenated and deoxygenated hemoglobin. Examining the other regions of interest, no affective modulation could be found. The existence of affective modulation by acoustic stimuli and the differential modulation of reactive behavioral levels is discussed.