Titelaufnahme

Titel
The accession of the European Union to the European Convention on Human Rights : a study on the compatibility of the European Union`s Legal Autonomy with the system of Human Rights protection under the European Convention on human Rights / by Paul Gragl
Verfasser/ VerfasserinGragl, Paul
Begutachter / BegutachterinBenedek Wolfgang ; Schmalenbach Kirsten
Erschienen2012
Umfang276, LXXIX Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2012
SpracheEnglisch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
SchlagwörterEuropäischer Gerichtshof für Menschenrechte : Europäische Menschenrechtskonvention <1950 November 4> / Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte : Europäische Menschenrechtskonvention <1950 November 4> / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-36658 Persistent Identifier (URN)
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The accession of the European Union to the European Convention on Human Rights [2.55 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Innerhalb der nächsten Jahre kann die EU der EMRK beitreten und sich damit der externen Kontrolle eines internationalen Vertragsregimes unterwerfen. Individuen werden somit den EGMR wegen angeblicher Menschenrechtsverletzungen durch EU-Recht anrufen und Beschwerden direkt gegen die EU richten können.Diese Dissertation behandelt die Frage, wie der Beitritt und das EMRK-Schutzsystem mit der Autonomie des EU-Rechts vereinbart werden können. Dabei wird auch berücksichtigt, wie dieses Ziel erreicht werden kann, ohne dabei das existierende EMRK-System zu gefährden. Daher untersucht diese Dissertation die definitorische und theoretische Grundlage des Begriffs ?Rechtsautonomie? und, im darauffolgenden Hauptteil, fünf verschiedene Rechtsprobleme, welche der Beitritt der EU zur EMRK aufwirft. Diese Kapitel umfassen den rechtlichen Status der EMRK und des Beitrittsabkommens innerhalb des Unionsrechts nach dem Beitritt; die externe Kontrolle des EU-Rechts durch Straßburg und die mögliche Subordination des EuGH unter den EGMR; die Zukunft der Individualbeschwerden und die Einführung des sogenannten ?co-respondent?-Mechanismus; die rechtliche Ausgestaltung von Staatenbeschwerden nach den Beitritt und potentielle Jurisdiktionskonflikte zwischen Straßburg und Luxemburg; und schließlich das Wechselspiel des in der EMRK verankerten Subsidiaritätsprinzips (Erschöpfung des innerstaatlichen Instanzenzuges) und der Einbindung des EuGH in EU-relevanten Fällen.Diese Dissertation zeigt, dass das Beitrittsabkommen durchaus geeignet ist, die Autonomie des EU-Rechts mit dem EMRK-System in Übereinstimmung zu bringen. Außerdem demonstriert diese Arbeit, dass diese Autonomie aufrechterhalten werden kann, ohne dabei das bestehende Schutzsystem der EMRK in irgendeiner Weise zu gefährden oder den Schutzstandard für Individuen zu senken. Damit ist es das abschließende Resultat dieser Dissertation, dass die Autonomie der EU-Rechtsordnung tatsächlich mit dem EMRK-System vereinbar ist.

Zusammenfassung (Englisch)

Within the next couple of years, the EU may finally accede to the European Convention of Human Rights (ECHR) and become subject to the external judicial supervision of an international treaty regime. Individuals will be entitled to submit applications, alleging that their fundamental rights have been violated by legal acts rooted in EU law, against the EU directly to the Strasbourg Court.This study focuses on the question how accession and the system of human rights protection under the ECHR can be reconciled with the autonomy of EU law. This study therefore explores the definitional and theoretical basis of the term ?legal autonomy? and five specific legal issues relating to the EU?s accession to the ECHR. These particular issues cover the legal status and the rank of the ECHR and the Accession Agreement within EU law after accession; the external review of EU law by Strasbourg and the potential subordination of the Luxembourg Court under the European Court of Human Rights; the future of individual applications and the introduction of the so-called co-respondent mechanism; the legal arrangement of inter-party cases and the presumable clash of jurisdictions between the Strasbourg and Luxembourg Courts; and the interplay between the ECHR?s subsidiarity principle (the exhaustion of local remedies) and the prior involvement of the Luxembourg Court in EU-related cases.This study shows that the Draft Accession Agreement is adequate to reconcile the autonomy of EU law with the ECHR?s system of human rights protection, and proves that the drafters of the Accession Agreement accomplished to reconcile the accession of one legal system to another without decreasing the standards of human rights protection provided for by the ECHR. It is therefore the final result of this study that the autonomy of EU law and the EU?s accession to the ECHR are in fact compatible with each other without compromising the system of human rights protection established by the ECHR.