Titelaufnahme

Titel
Glaube und Vernunft in der Neuscholastik / eingereicht von Thomas Steingasser
Verfasser/ VerfasserinSteingasser, Thomas
Begutachter / BegutachterinKörner Bernhard
Erschienen2012
Umfang161 Bl.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Kleutgen, Joseph / Söhngen, Gottlieb / Neuscholastik / Kleutgen, Joseph / Söhngen, Gottlieb / Neuscholastik / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-36545 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Glaube und Vernunft in der Neuscholastik [0.79 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Neuscholastik war der im 19. Jh. von römisch-katholischen Theologen unternommene Versuch der Wiederbelebung der im Hochmittelalter begründeten Philosophie und Theologie der Scholastik nach dem durch die philosophischen Systeme der Aufklärung und des Idealismus bewirkten Traditionsbruch. In der Auseinandersetzung zwischen den Vertretern der Neuscholastik und der konkurrierenden philosophisch-theologischen Konzepte spielte die Frage des Verhältnisses von Glaube und Vernunft eine zentrale Rolle. Nach der Auffassung der Neuscholastik kann die Vernunft aus eigenen Kräften gewisse Grundwahrheiten über Gott und den Menschen zu erkennen, die sie dazu befähigen mit Sicherheit festzustellen, welche Religion die wahre, von Gott geoffenbarte ist. Der Glaube bezieht sich auf von Gott geoffenbarte Sätze, von denen die wichtigsten rein übernatürlich sind, d.h. von der menschlichen Vernunft aus eigenen Kräften auf keinen Fall erkannt und auch nach erfolgter Offenbarung nicht ihrem Inhalt nach bewiesen werden können. Die wichtigsten Kritikpunkte, die an der offiziellen Neuscholastik formuliert wurden, waren die mangelnde Berücksichtigung der Geschichtlichkeit sowohl im Bezug auf das menschliche Denken als auch in Bezug auf die göttliche Offenbarung sowie die mangelnde Berücksichtigung des analogen Charakters der Glaubenssätze.

Zusammenfassung (Englisch)

Neo-Scholasticism was the attempt made by nineteenth century Roman Catholic theologians to revive the philosophy and theology of scholasticism, which was initially created in the high middle ages. This revival was thought necessary because of the break of the intellectual tradition performed in the epochs of enlightenment and idealism. In the debate between the proponents of neo-scholasticism and the proponents of rival systems of thought the relationship between faith and reason played a central role. In the view of neo-scholasticism reason can of her own power gain knowledge of certain basic truth about God and man, that enable her afterwards to determine, which is the true religion revealed by God. Faith concerns sentences revealed by God, of which the most important are purely supernatural, which means that they can by no means be known by reason alone nor even after having been revealed by God be proven by reason according to their content. The most important points of critique raised against neo-scholasticism were of not taking into consideration the historical character both of human reason and divine revelation and also of not enough taking into consideration the analogical character of the sentences of faith.