Titelaufnahme

Titel
Experimentelle Validierung des Gelotophobie-Konstruktes / Canice Charlesworth
Verfasser/ VerfasserinCharlesworth, Canice
Begutachter / BegutachterinFreudenthaler Heribert
Erschienen2012
Umfang144 Bl. : 2 Zsfassungen
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Gelotophobie / Testkonstruktion / Gelotophobie / Testkonstruktion / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-36454 Persistent Identifier (URN)
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Experimentelle Validierung des Gelotophobie-Konstruktes [1.51 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel der vorliegenden Untersuchung war es die emotionalen und physiologischen Antwortmuster hoch und niedrig gelotophober Personen in einem persönlich- relevanten und realitätsnahen Kontext, der eine Ärgerprovokation, eine soziale Interaktion und soziales Lachen beinhaltet, zu untersuchen. Um dies zu realisieren, wurden die ProbandInnen (n = 60) anhand ihrer Werte im Geloph <15> (Ruch & Proyer, 2008) in zwei Gruppen eingeteilt, anschließend bei der Bearbeitung mentaler Rechenaufgaben durch provokante Aussagen unterbrochen und zusätzlich mit einer Lacheneinspielung (in einem sozialen Setting) konfrontiert. Dabei durchliefen sie neben einigen anderen Aufgaben drei unterschiedliche Untersuchungsbedingungen: 1) eine neutrale Bedingung, in der die ProbandInnen mentale Rechenaufgaben bearbeiteten ohne unterbrochen zu werden, 2) eine Ärger-Bedingung (ÄB), in der die ProbandInnen mehrmals unterbrochen wurden und 3) eine Bedingung, in der sie zusätzlich zur Ärgerprovokation mit einer Lacheinspielung (ÄLB) konfrontiert wurden. Die Abfolge der Bedingungen wurde ausbalanciert. Gelotophobe berichteten ein generell höheres Level an Ängstlichkeit und die ÄB zog bei beiden Gruppen eine geringer subjektiv erlebte Freude (?freudig erregt?) nach sich. Die beiden Provokationsbedingungen führten, verglichen mit der neutralen Bedingung, zu einem signifikanten Anstieg des subjektiv empfundenen Ärgers (?verärgert? und ?gereizt?) und der Herzrate bei beiden Gruppen sowie zu einem Abfall der Aktivierung des Low-Frequency-Frequenzbandes in der gelotophoben Gruppe. Wider Erwarten fanden sich in der ÄLB keine Unterschiede (subjektiv und physiologisch) zwischen den Gruppen. Die Ergebnisse werden im Kontext aktueller Forschungsergebnisse analysiert und diskutiert.

Zusammenfassung (Englisch)

The goal of this enquiry was to evaluate the emotional and physiological response patterns of individuals with low and high levels of Gelotophobia. This was researched in a realistic context relevant to subjects? personalities, comprising a provocation of agitation, social interaction and social laughter. To realise this, study subjects (n =60) were split into two groups defined by their scores according to Geloph <15> (Ruch & Proyer, 2008) and tested in a social interaction scenario: subjects were interrupted while solving mental arithmetic tasks by means of provocative statements and confronted with played- back laughter. Hereby, three distinct research conditions were tested: 1) a neutral condition, in which subjects worked on arithmetic problems without interruption, 2) an agitated condition (AC), in which subjects were repeatedly interrupted and 3) a condition in which they were confronted with played-back laughter additionally to the agitation (ALC). The sequence of conditions was balanced out. Gelotophobes showed higher levels of anxiety and the AC resulted in lower levels of subjectively experienced enjoyment (?elation?) in both groups. The two agitated conditions lead to a significant rise in the heart rates and levels of subjectively experienced annoyance (?agitation? and ?irritation?) of subjects, as well as a decline of the activation of the low frequency area in frequency band in the gelotophobe group. Contrary to expectations, no significant difference (subjective or physiological) was measured in the groups whilst in the ALC. This paper analyses and discusses these results in the context of current research findings.