Titelaufnahme

Titel
Präoperative Aufklärungsbögen: Patientengerecht verfasst? : kontrastive Analyse eines deutschen und eines bulgarischen Aufklärungsbogens / vorgelegt von Neli Danova-Hoffermann
Verfasser/ VerfasserinDanova-Hoffermann, Neli
Begutachter / BegutachterinRisku Hanna
Erschienen2012
Umfang136 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM ; Ill., graph Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Text dt., teilw. bulgar. ; Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Deutsch / Fachsprache / Präoperative Phase / Patienteninformation / Einverständniserklärung / Bulgarisch / Deutsch / Fachsprache / Präoperative Phase / Patienteninformation / Einverständniserklärung / Bulgarisch / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-36426 Persistent Identifier (URN)
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Präoperative Aufklärungsbögen: Patientengerecht verfasst? [5.09 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Frage, inwieweit deutsche und bulgarische Aufklärungsbögen patientengerecht verfasst sind.Obwohl ein operativer Eingriff im Normalfall nur nach vorheriger Einwilligung erfolgen darf, und diese erst nach vorangegangener Aufklärung rechtlich möglich ist, ist es keine Selbstverständlichkeit, dass PatientInnen die schriftlichen Informationen zum Eingriff auch verstehen können. Die zugrunde liegende Hypothese dieser Arbeit ist, dass die untersuchten Aufklärungsbögen Mängel bezüglich ihrer Verständlichkeit aufweisen, wobei aber angenommen wird, dass der deutsche Aufklärungsbogen verständlicher formuliert ist als der bulgarische.Dies wird anhand einer Textanalyse nach dem Karlsruher Verständlichkeitskonzept sowie unter Heranziehung von Fragebögen überprüft. Die Fragen wurden basierend auf dem Karlsruher Verständlichkeitskonzept erstellt, um so möglichst präzise nachverfolgen zu können, ob ? und wenn ja ? gegen welche Verständlichkeitsdimensionen bei der Texterstellung verstoßen wurde. Die Auswertung der Daten deckt deutliche Mängel in beiden Texten auf. So beurteilten beide Testgruppen die Texte als über große Teile hinweg unverständlich formuliert und unzulänglich erklärt. Für die Mehrheit der Befragten wurde das PatientInnenvorwissen falsch eingeschätzt. Ferner konnte der bulgarische Aufklärungsbogen seinen Zweck, wie er von den bulgarischen ProbandInnen für sich selber definiert wurde, nicht erfüllen.Man kann damit argumentieren, dass Aufklärung mündlich stattfindet und Aufklärungsbögen lediglich als Wiederholung des mündlich Besprochenen gelten. In Anbetracht des Aufklärungsinhalts, den PatientInnen in vielen Fällen in einem emotional instabilen Zustand aufnehmen und verarbeiten müssen, lässt sich die Notwendigkeit schriftlicher verständlicher Unterlagen jedoch nicht verleugnen.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis addresses whether German and Bulgarian patient information sheets are written in a comprehensible manner.Surgical interventions cannot be performed without the patient?s consent, which is legally void without adequate prior information regarding the intervention. However, it cannot be assumed that the written information received regarding the intervention is presented in an understandable way. The underlying hypothesis of this thesis is that the studied informed consent sheets will show shortcomings regarding their comprehensibility. It is furthermore assumed that the German text will be written in a more comprehensible way than the Bulgarian. This hypothesis was tested via a Karlsruhe comprehensibility concept text analysis. Additionally questionnaires were designed and administered to two test reading groups. Specifically the questionnaires assessed if the texts acted contrary to the dimensions of the Karlsruhe comprehensibility model and if so, against which specific dimensions they were infringing. The analysis of the data revealed significant shortcomings in both the German and Bulgarian texts. Both test groups determined that numerous passages of the texts were written incomprehensibly, lacking sufficient explanations. According to the test readers, the patients? prior knowledge was assessed incorrectly. Moreover, the Bulgarian text failed to fulfill its goal, as defined by the test subjects. It could be argued that at the time of consent, appropriate information is given verbally. Hence, written patient information is merely a review of what has already been discussed and therefore it does not need to be completely comprehensible. However, since patients often must absorb information and proceed in emotionally stressful situations, the necessity of comprehensible written information sheets cannot be denied.