Titelaufnahme

Titel
Wer ist in Österreich für aktive Sterbehilfe? : eine soziologische Analyse der Einstellung zur aktiven Sterbehilfe anhand nationaler und internationaler Umfragedaten / Michael Ebner
Verfasser/ VerfasserinEbner, Michael
Begutachter / BegutachterinGasser-Steiner Peter
Erschienen2012
Umfang134 Bl. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Sterbehilfe / Umfrage / Österreich / Sterbehilfe / Umfrage / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-36378 Persistent Identifier (URN)
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Wer ist in Österreich für aktive Sterbehilfe? [0.75 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit geht primär der Frage nach, wie den die Bevölkerung Österreichs zur aktiven Euthanasie steht. Also ob diese mehr Befürworter oder Gegner hat. Weiters stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage nach Unterschieden zwischen Subgruppen innerhalb der Gesellschaft. Analog dem Wandel der Werte in modernen Gesellschaften, der von diversen Autoren konstatiert wird, ändert sich auch die Einstellung zur aktiven Euthanasie. Traditionelle und religiöse Instanzen bzw. Autoritäten verlieren sukzessive an Bedeutung. Gerade diese sind es aber, die die Haltung der europäischen Bevölkerung zu Euthanasie vormals stark geprägt haben, weshalb mit einer zunehmenden Akzeptanz zu rechnen ist. Nach der quantitativen Analyse von Umfragedaten nahm die Akzeptanz der Sterbehilfe in Österreich in den letzten Jahrzehnten merklich zu. Aktuell befürworten zwei Drittel der Österreicher aktive Sterbehilfe. Zudem geht eine befürwortende Haltung vor allem mit einer konservativen und traditionell religiösen Lebenseinstellung einher. Linksliberale bzw. wenig bis nicht religiöse Personen befürworten aktive Euthanasie hingegen überdurchschnittlich oft. Weiters sind es vor allem alte Menschen, die in diesem Kontext als besonders skeptisch zu bezeichnen sind. Die sekundäre Fragestellung bezieht sich auf die methodologische Herangehensweise und allen voran auf die Frage der Reliabilität von Forschungsergebnissen. Zu diesem Zweck wurden die Daten zweier Umfragen herangezogen und miteinander verglichen. Neben Übereinstimmungen, welche insbesondere die grundlegende Tendenz innerhalb der Bevölkerung betreffen, sind auch Divergenzen ersichtlich. Nichtsdestotrotz kann konstatiert werden, dass das Konzept der aktiven Euthanasie in Österreich mehr Zustimmung als Ablehnung erfährt. Zudem kann damit gerechnet werden, dass solange die individualistische Tendenz innerhalb der Wertorientierung der Europäer anhält, gleichzeitig auch die Einstellung zur aktiven Sterbehilfe steigen wird.

Zusammenfassung (Englisch)

Primarily this paper is about the Austrians attitude towards active euthanasia. Does the majority support the idea of euthanasia in certain cases? Wich groups do accept active euthanasia more than others? Like the values have changed since the mid nineties in modern societies, the acceptance of euthanasia has changed as well. Traditional and religious entities have an remarkable impact on the Europeans attitude in general and especially on the attitude towards euthanasia. The decrease of this impact over the last sixty years results in an increasing acceptence of euthanasia. The results of the statistical analysis of national and international survey data say that there is an remarkable decrease over the last thirty years. Today more than 65% of the Austrians support the idea of active euthanasia under certain conditions. People with an supporting attitude are more consverativ and/or traditionally religious than others. Left-winger, liberals and barely or non-religious persons support active euthanasia more often. Moreover older accept aktive euthanasia less often as younger persons. Furthermore the paper is about the importance of the methodological approach in case of examining the attitude towards euthanasia. For that purpose the data of two different surveys has been analysed and compared. Especially concerning the basic tendency there is consensus. However there are some deviations to observe concerning the results for certain subgroups. Nevertheless actually most of the people in Austria support the concept of euthanasia. In addition the acceptence will increase as long as there is an individualistic tendency within Austrians' value orientation.