Titelaufnahme

Titel
Kriegswahrnehmung aus der Perspektive des Kindes bei Bora Ćosić, Miljenko Jergović und Saša Stanišić / vorgelegt von Melanie Rathgeb
Verfasser/ VerfasserinRathgeb, Melanie
Begutachter / BegutachterinHansen-Kokorus Renate
Erschienen2012
Umfang119 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Ćosić, Bora / Jergović, Miljenko / Stanišić, Saša / Roman / Ich-Form / Kind / Ćosić, Bora / Jergović, Miljenko / Stanišić, Saša / Roman / Ich-Form / Kind / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-36334 Persistent Identifier (URN)
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Kriegswahrnehmung aus der Perspektive des Kindes bei Bora Ćosić, Miljenko Jergović und Saša Stanišić [1.14 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Diplomarbeit behandelt die Wahrnehmung des Krieges aus der Perspektive eines Kindes. Dazu wurden die Kriegsromane "Uloga moje porodice u svetskoj revoluciji" von Bora ?osi?, "Wie der Soldat das Grammofon repariert" von Sa?a Stani?i? und "Mama Leone" von Miljenko Jergovi? verglichen. Die gemeinsamen Ausgangspunkte der Analyse waren: es gibt einen intradiegetisch-homodiegetischen Erzähler; die Romane sind aus der Sicht eines Kindes/eines Jugendlichen geschrieben; es handelt sich um Literatur für Erwachsene; im Vordergrund steht das direkte Erleben, nicht das Erinnern. Von diesen Punkten ausgehend und um weitere Gemeinsamkeiten und vor allem Unterschiede herauszufinden, wurden folgende Bereiche verglichen: "Informationen über den kindlichen Ich-Erzähler", Sprachstil und Themenbereiche des kindlichen Ich-Erzählers" und "Wahrnehmung des Krieges, des Todes und des Alkoholimus durch den kindlichen Ich-Erzähler". Wichtige Ergebnisse der Analyse waren: In Bezug auf die Menge an Information über den kindlichen Ich-Erzähler hat sich herausgestellt, dass man bei Jergovi? am meisten erfährt. Der Sprachstil des kindlichen Ich-Erzählers ist bei ?osi? am authentischsten. Die Themen sind in allen drei Romanen kindlich. Hinsichtlich der Wahrnehmung von Krieg und Tod durch den kindlichen Ich-Erzähler gibt es sehr unterschiedliche Ergebnisse. Während die Erzähler bei ?osi? und Stani?i? den Krieg direkt erleben, hört der Erzähler bei Jergovi? (nur) Kriegsgeschichten. Mit dem Tod sind alle drei Erzähler direkt konfrontiert. Außer bei Stani?i? nehmen die Erzähler den Tod auch bewusst wahr. Den Alkoholismus der Erwachsenen erlebt nur der Erzähler bei ?osi? direkt. Auch wenn es zwischen den drei Romanen immer wieder Unterschiede gibt, so haben sie gemeinsam, dass die Autoren aus der Kinderperspektive indirekt Kritik ausüben und die Brutalität und Absurdität eines Krieges aufzeigen.

Zusammenfassung (Englisch)

This diploma thesis deals with the child's perception of war. Therefore I compared and analyzed the war novels "Uloga moje porodice u svetskoj revoluciji" by Bora ?osi?, "Mama Leone" by Miljenko Jergovi? and "Wie der Soldat das Grammofon repariert" by Sa?a Stani?i?. For the analysis I had the following starting points, which the war novels have in common: a first-person child narrator; the novles are written from the perspective of a child/young person; it is literature for adults; the focus is on the direct experience, not on recollection. To find more common points and differences, I compared the following fields: "Information about the first-person child narrator", "The level of language and the topics of the first-person child narrator" and "The first-person child narrator's perception of war, death and alcoholism". The most important results of the analysis are following: The most details about the first-person child narrator are in the novel by Jergovi? and concerning the language of level there is most authenticity in the novel by ?osi?. In all of the three novels the topics belong to the world of a child. Concerning the perception of war and death, there are different results. Whereas the narrators in the novels by ?osi? and Stani?i? are directly confronted with the war, the narrator in the novel by Jergovi? isn't. He is listening to stories about the war. All of the three narrators are directly confronted with death. Except in the novel by Stani?i?, the narrators consciously register death. Just the narrator in the novel by ?osi? is directly confronted with the alcoholism of adults. His father is addicted to alcohol and he is drunk every day. There are many differences between the three novels, but nevertheless they have something in common: from the perspective of a child the authors indirectly criticize the brutality and absurdity of war.